Kunst
· Kreative Kraft vom traditionellen Handwerk bis zur Gegenwartskunst 51 Artikel Aktualisiert 2026-10-18Am 25. März 1947 war die Sonne vor dem Bahnhof von Chiayi weiterhin blendend hell. Der Maler Chen Cheng-po hatte in den zwanzig Jahren davor unzählige Morgen auf diesem Platz verbracht, um das Spiel des Lichts auf den Gebäuden einzufangen und die Wärme seiner Heimat in die Ölfarben zu bannen. Nun färbte sein Blut dieses Land rot, das er mit seinem Leben dargestellt hatte.
Empfohlen
- Regulärer Artikel2026-10
Taiwanische Spielfilme: Die sprechende Stimme neben dem Bildschirm und eine Filmgeschichte, die gestorben und wiederbelebt wurde
In den Kinos der 1930er Jahre improvisierten Redner auf Taiwanisch neben den Leinwänden für Stummfilme; neunzig Jahre später brachte „Seven Seas“ fünf Sprachen auf die Leinwand. Die taiwanesische Filmschule war einst einer der weltweit drittgrößten Produzenten von Spielfilmen, wurde aber zum Schweigen gebracht. Während neue Filme in Venedig den Goldenen Löwen gewannen, sanken die Kinokassen der nationalen Filme auf nur 0,36 %. Der taiwanische Film ist keine gerade Linie vom schlechten zum guten, sondern eine Geschichte, die immer wieder als tot erklärt und doch wiederbelebt wurde.
72 Ca. 18 Minuten
- Regulärer Artikel2026-10
Li-Poesiegesellschaft: Eine Gruppe von Menschen, die gezwungen waren, Japanisch zu vergessen, trug Taiwans langlebigste chinesischsprachige Poesiezeitschrift
1958 veröffentlichte ein 36-jähriger taiwanesischer japanischer Soldat unter dem Pseudonym „Huanfu“ das erste chinesischsprachige Gedicht der Nachkriegszeit, 11 Jahre nachdem er aufgehört hatte, auf Japanisch zu schreiben. Sechs Jahre später verwandelten er und elf weitere Personen in einem Wohnzimmer in Zentraltaiwan die Erfahrung der Sprachlosigkeit dieser Generation in eine Poesiegesellschaft namens „Li“ — 60 Jahre ohne Unterbrechung, die die einheimische Poetik vom Rand in die Mittelschullehrbücher brachte.
62
- Regulärer Artikel2026-10
Die Schöpfer: Ein Wetteinsatz des Jahrhunderts – Die taiwanische Halbleiter-Epos, deren Titel ein Zeichen weniger hat, um ausgesprochen zu werden
Der Dokumentarfilm „Die Schöpfer“, der am 13. Juni 2025 veröffentlicht wird, erzählt die Geschichte der unverzichtbaren Rolle Taiwans in der Halbleiterindustrie. Sein ursprünglicher Titel war „Silicon Shield“. Xiao Ju-ching verbrachte fünf Jahre und interviewte über 80 Personen, um die „Geburt aus Not“ dieser Branche einzufangen, doch sie musste das schärfste Zeichen im Filmtitel streichen – denn wenn diese Insel ihre stärksten Karten präsentiert, muss man bedenken, wie der andere Küstenstaat dies hören wird.
49
文學 10
- Regulärer Artikel
Li-Poesiegesellschaft: Eine Gruppe von Menschen, die gezwungen waren, Japanisch zu vergessen, trug Taiwans langlebigste chinesischsprachige Poesiezeitschrift
1958 veröffentlichte ein 36-jähriger taiwanesischer japanischer Soldat unter dem Pseudonym „Huanfu“ das erste chinesischsprachige Gedicht der Nachkriegszeit, 11 Jahre nachdem er aufgehört hatte, auf Japanisch zu schreiben. Sechs Jahre später verwandelten er und elf weitere Personen in einem Wohnzimmer in Zentraltaiwan die Erfahrung der Sprachlosigkeit dieser Generation in eine Poesiegesellschaft namens „Li“ — 60 Jahre ohne Unterbrechung, die die einheimische Poetik vom Rand in die Mittelschullehrbücher brachte.
- Regulärer Artikel
Literatur nach dem Krieg in Taiwan: Was nicht gesagt werden konnte, lernte man zu sagen (1945-1987)
Im August 1945 kehrte Ye Shi Tao, der 20 Jahre alt war, vom japanischen Heer nach Tainan zurück und konnte kein chinesisches Zeichen schreiben. Dieses leere Blatt wartete 42 Jahre auf ihn. In dieser Zeit gab es Sprachlosigkeit, Gefängnisaufenthalte, Debatten und das Erlernen von Umschreibungen. Im Februar 1987 veröffentlichte er ein 232-seitiges Buch mit dem Titel „Taiwan“.
- Regulärer Artikel
Die Literaturgeschichte Taiwans
Von der Frage „Gibt es Literatur in Taiwan?“ bis zum ersten Preis von Yang Kui in Japan – eine vierhundertjährige Epossuche nach Sprache und Heimat
- Regulärer Artikel
Taiwan-Spross: Die literarische Landschaft, die von Frauenautorinnen auf den Kopf gestellt wurde
Von der ausländischen Heimatkunde zur örtlichen Identität, von männlichen Gelehrten zu einer von Frauen dominierten literarischen Szene. Wie die in den letzten fünfzig Jahren engste und doch schwer fassbare literarische Form Taiwanische Emotionen und Erinnerungen trägt.
- Regulärer Artikel
Gegenwärtige taiwanesische Literatur: Wu Ming-yi, Lin Yi-han und eine stille Lesekrise
2018 wurde Wu Ming-yi mit „The Stolen Bicycle“ für den Man-Booker-International-Preis nominiert; in seinem Passbuch stand klar „Taiwan“. Doch in derselben Ära fiel die Auflage vieler rein literarischer taiwanesischer Bücher auf unter 3.000 Exemplare. Von Shi Shu-qing, der mit seiner Triloggie über die Qing- bis zur Kolonialzeit eine epische Geschichte schrieb, bis zu Lin Yi-han, die mit einem Buch die Anti-Täter-Gesetzgebung vorantrieb – die Stimme der gegenwärtigen taiwanesischen Literatur trifft auf universelle Themen, doch diejenigen, die sie hören, werden immer weniger.
- Regulärer Artikel
Literatur in Taiwan während der japanischen Kolonialzeit
Die Entwicklung der Literatur in Taiwan von 1895 bis 1945, vom klassischen Chinesisch zur modernen literarischen Bewegung; eine Untersuchung kultureller Identität und nationales Erwachen im kolonialen Kontext.
- Regulärer Artikel
Taiwan-Literatur nach der Aufhebung des Kriegsrechts
Die Aufhebung der Einschränkungen am 15. Juli 1987 löste einen literarischen Boom aus – doch Freiheit bedeutet nicht grenzenlos; neue Herausforderungen zeichnen sich ab.
- Regulärer Artikel
Indigene Literatur
Im Jahr 1932 begann die während der japanischen Kolonialzeit erscheinende Zeitschrift „Riban no Tomo“ mit der Veröffentlichung von Werken indigener Intellektueller. Damit traten die indigenen Völker, deren Kultur über Jahrtausende durch mündlich überlieferte Mythen, rituellen Gesänge, Gebete und den आठ-stimmigen Gesang der Bunun geprägt war, endlich in das Zeitalter der schriftlichen Schöpfung ein. Bis heute haben 16 Stämme mit 42 Dialekten und fast 590.000 Angehörigen den Übergang vom wortlosen Gesang zum geschriebenen Wort vollzogen. Dies stellt nicht nur einen Wechsel des Mediums dar, sondern ist eine Revolution der Denkweise und zugleich eines der am meisten vernachlässigten Kapitel in der Literaturgeschichte Taiwans.
- Regulärer Artikel
Taiwan-Theater und darstellende Künste: Wie eine kleine Insel die Weltszene erschütterte
Wie ein 26-jähriger Literaturstudent das erste zeitgenössische Tänzerensemble Chinas gründete und ein Peking-Opern-Schauspieler Shakespeare auf Chinesisch sprechen ließ
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Taiwanische moderne Poesie: Die unbeabsichtigte Prophezeiung der Lokalisierung
Ein experimenteller Modernismus, geboren aus drei literarischen Zirkeln, führte unerwartet zur revolutionären Volksliteratur mit tiefen lokalen Wurzeln.
當代藝術 5
- Regulärer Artikel
Taiwanische Kuratoren und die Konstruktion der Kunstkultur
Von den Anfängen im frühen 1990er-Jahre bis zu internationalen Plattformen heute: Wie konstruieren taiwanische Kuratoren lokale künstlerische Diskurse in der globalen Welle und finden ihre Stimme im System der internationalen Biennale? Eine 30-jährige Entwicklungsgeschichte der kulturellen Identität und des professionellen Aufbaus.
- Regulärer Artikel
Tehching Hsieh: Der taiwanesische Künstler, der 14 Jahre illegale Identität in ein Kunstwerk verwandelte
1978 in New York Tribeca: Er trat freiwillig in den Käfig ein, den er selbst gebaut hatte, und blieb ein Jahr ohne zu sprechen, zu lesen oder zu schreiben. In den folgenden fünf Jahren verwandelte er Uhr, Seil und Straße in Kunst; danach 13 Jahre lang machte er Kunst, ohne sie zu zeigen. Tehching Hsieh, geboren 1950 in Pingtung, Nanzhou, stieg 1974 als illegales Einwanderer in New York ein und blieb 14 Jahre ohne Pass oder gültige Arbeitserlaubnis. Während andere Künstler die Freiheit malten, wählte er die Gefangenschaft, um zu beweisen, dass die Zeit an sich bereits Kunst ist.
- Regulärer Artikel
Ein neuer ökologischer Kunstraum: Das siebenjährige Projekt in einem 400-Tatami großen Altbau an der Yongfu Road 1992
Im Juni 1992 eröffnete Du Zhaoqian in einem über 400-Tatami großen Altbau an der Yongfu Road in Tainan den „New Ecological Art Environment“. Die National Cultural Arts Foundation gab es noch nicht, die Tainan National University of the Arts war noch nicht eröffnet, und die kulturelle Politik der „Wiederverwendung ungenutzter Räume“ der Ministerium für Kultur und Bildung existierte noch nicht. Es überstand sieben Jahre und erlosch 1999, als das institutionelle Nervensystem der taiwanesischen zeitgenössischen Kunst gerade erst begann zu wachsen.
- Regulärer Artikel
Taiwanesische indigene zeitgenössische Kunst
Von traditionellem Handwerk bis zur zeitgenössischen Kreation: Erkundung, wie taiwanesische indigene Künstler auf der globalen Kunstbühne Gehör finden und den Dialog zwischen indigener Identität und zeitgenössischer Kunst neu definieren.
- Regulärer Artikel
Zeitgenössische Kunst in Taiwan
Von der North American Gallery bis zur Taiwanesischen Pavillon auf der Biennale Venedig: Die einzigartige Position der zeitgenössischen Kunst Taiwans auf der globalen Bühne
視覺藝術 5
- Regulärer Artikel
Die Entwicklung der zeitgenössischen Bildhauerei in Taiwan
Die zeitgenössische Bildhauerei in Taiwan hat sich aus der traditionellen Holzschnitzerei entwickelt und drei Generationen durchlaufen: Huang Tuisui, der das moderne Fundament legte; Yang Ying-feng, der eine zeitgenössische Formensprache etablierte; und Ju Ming, der den östlichen Geist in eine internationale Perspektive integrierte. Seit der modernen Bildhauerkunst haben Künstler immer wieder Durchbrüche bei Materialien, Themen und Räumen erzielt. Das Ju Ming Museum und Skulpturenparks im Freien sind in ganz Taiwan verbreitet, während die neue Generation eine vielfältige Entwicklung vorantreibt und durch internationale Ausstellungen an Sichtbarkeit und Sammleranerkennung gewinnt.
- Regulärer Artikel
Fotografie von Taiwan: Von der modernen Revolution durch Chang Chao-tang bis zur dokumentarischen Ästhetik Ruan Yi-zhong
Die Fotografie Taiwans, die mit der modernen fotografischen Revolution durch Chang Chao-tang im Jahr 1965 begann und durch Ruan Yi-zhongs „Mensch und Land“ definiert wurde, erzählt die Geschichte der Insel in Licht und Schatten.
- Regulärer Artikel
Graffiti auf den Straßen von Taiwan: Vom nächtlichen Außenseiter zum städtischen Licht in Ximending
Die erste Linie, die 1989 durch Lü Xueyuan (呂學淵) auf der Minsheng East Road gezogen wurde, eröffnete die unterirdische Geschichte des Graffiti in Taiwan. Von den urbanen Legenden von "Dachang Wang" bis zur gesellschaftlichen Kritik von Candy Bird definiert dieser dreißigjährige Wettlauf mit dem Umweltamt die städtische Ästhetik Taiwans neu.
- Regulärer Artikel
Taiwan-Comics
Von den „Comic-Königreich“-Meistern Liu Hsing-chin und Ao You-hsiang in den 1970er Jahren über Zheng Wens Eroberung Japans 1991 als „Asiens Schatz“ und Cai Zhizhongs Verbildlichung klassischer Philosophie in „Zhuangzi Shuo“ bis hin zum Gold Comic Award 2010 und der CCC Creative Collection 2017 – Taiwans Comics haben den Niedergang durch japanische Manga-Einflüsse durchlaufen und finden nun zu ihrer eigenen ursprünglichen Stimme zurück.
- Regulärer Artikel
Der Jahrhundertwandel der taiwanischen Aquarellmalerei: Hundert Jahre Akkumulation von Ishikawa Kinichirō bis Chien Chung-wei
1907 kam Ishikawa Kinichirō nach Taiwan, um zu unterrichten, und legte damit die Wurzeln für ein Jahrhundert taiwanischer Aquarellmalerei. Sein Schüler Lan Yin-ting wurde 1929 Mitglied der Royal Watercolour Society; 1934 gründeten einheimische Maler eigenständig die Taiyang-Kunstvereinigung. Nach dem Krieg verschmolz Ma Pai-sui Tuschemalerei mit Aquarelltechnik, während Shiy De-jinn Taiwans alte Architektur dokumentierte. In den 1990er-Jahren standen drei große Vereinigungen nebeneinander und schlossen sich an das internationale IWS-Aquarellnetzwerk an. Heute ist Chien Chung-wei als doppelt signaturberechtigtes Mitglied von AWS und NWS international bekannt. Dieser hundertjährige Weg von der kolonialen Lehrerausbildung bis zur internationalen Wettbewerbsbühne verbindet die Freilichtmalerei-Tradition, das Lehrerausbildungssystem und die globale Aquarell-Community; die Vitalität der taiwanischen Aquarellmalerei liegt gerade in der Spannung, die sich aus dem parallelen Nebeneinander von offiziellen und unabhängigen, einheimischen und externen, traditionellen und wettbewerbsorientierten Kräften ergibt.
策展與教育 5
- Regulärer Artikel
Taiwanische Kunstbildung und Hochschulentwicklung
Die staatliche Kunstschule von 1955, die staatliche Kunstakademie von 1982 und die staatliche Taiwanese Kunstakademie von 1996 – drei sich eigenständig entwickelte Schultage – zusätzlich zu den von der Normaluniversität ausgebildeten Grundschul-Kunstlehrerinnen und -lehrern bilden das Doppelsystem der taiwanesischen Kunstbildung. Vom kolonialen Normalunterricht bis zu drei Kunstuniversitäten: Wie ein System Schritt für Schritt heranwächst.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Matsu International Art Island: Ein Museum ohne Ausstellungshallen, das die gesamte Insel als Ausstellungsort leiht
Die Werke befinden sich in Hühnerfarmen, Lebensmittelgeschäften, einem Restaurant, das man reservieren muss, und sogar auf einem Schiff nach Nan'ao. Die Matsu International Art Island, eine gemeinsame Initiative der Regierung des gleichnamigen Landkreises und der Chinese Cultural Foundation, ist über zehn Ausstellungen verteilt in vier Dörfern und fünf Inseln; sie hat kein eigenes Museum gebaut, sondern nutzt Kriegsschächte, Militärkinos, Geschäfte und Fähren als Ausstellungsorte. Die Öffnungszeiten richten sich nach den jeweiligen Betreibern. Dies ist die konkreteste Vorstellung des von dem Landrat genannten „Inselmuseums“, und in diesen geliehenen Räumen wird bereits gesprochen.
- Regulärer Artikel
Yingge-Keramikmuseum: Ein Jahrhundert Ofenindustrie in Sichtbeton
Im November 2000 wurde in Yingge, Neu-Taipeh, Taiwans erstes spezialisiertes Keramikmuseum eröffnet, entworfen von Jian Xueyi nach dem Konzept der vier Elemente „Erde, Wasser, Feuer, Wind“. Dieser Sichtbetonbau positionierte Yingge von einer Ofenindustrie-Kleinstadt zu einem Keramikkunst-Tempel neu; die ab 2004 stattfindende Taiwan International Ceramics Biennale vernetzte das lokale Handwerk mit der globalen Szene.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Museum in New Taipei City: Reeds by the Dahan River and an "Unfinished" Urban Aesthetic
The Museum in New Taipei City officially opened in Yingge on April 25, 2025. Designed by Yao Ren-hsi, this structure, which cost nearly 3 billion TWD and is conceptualized as a "museum among reeds," attempts to sow the seeds of art at the urban periphery. However, from construction delays and budget increases to post-opening criticism as a "mosquito museum," it reflects not only an art venue but also the complex tensions in Taiwan's public construction and cultural vision.
- Regulärer Artikel
Golden Horse Hotel Contemporary Art Museum – Vom Militärstützpunkt zum künstlerischen Paradies
Ein Militärstützpunkt, der Abschiede und Wiedersehen erlebte; nach zwanzig Jahren des Schlafens wurde es von einem Vater und einer Tochter geweckt und ist nun eines der vom Lonely Planet empfohlenen Museen in Kaohsiung.
表演藝術 5
- Regulärer Artikel
Taiwanische Traditionelle Künste: Vom Dorftheater zum kulturellen Imperium – Die Renaissance der Volkskunst
Wie das Pielik-Puppentheater, ein kulturelles Phänomen mit Milliardenumsatz, von einem lokalen Theater zu einer globalen Soft Power wurde.
- Regulärer Artikel
Papierdrachen-Theater: Der Taifun, der Taiwans Träume wehte – eine 30-jährige Kunstreise
Von der Theaterphantasie 1992 bis zur „Neuen Kulturbewegung“ in 368 Städten und Gemeinden: Das Papierdrachen-Theater setzt auf den Geist „wenn der Wind weht, gehen wir; wenn kein Wind weht, machen wir ihn selbst“ und schenkt taiwanesischen Kindern den ersten Schritt in die Kunst. Durch den verheerenden Brand von 2020 und die Pandemie-Krise erinnert Gründer Li Yung-feng an Taiwan, das es braucht – taiwanesisches Kinder Theater. Mit dem riesigen „Regenpferd“ und lokalen Geschichten weben sie das kollektive Gedächtnis dieser Insel.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Nationales Kulturzentrum der Künste Wei-Wu-Ying: Wie ein Militärstützpunkt zur Bühne ohne Mauer wurde
1992 zogen zivile Initiativen das ehemalige Militärgelände Wei-Wu-Ying in Kaohsiung zurück in die öffentliche Debatte; am 13. Oktober 2018 eröffnete das nach 15 Jahren und 10,75 Milliarden New Taiwan Dollar errichtete Projekt. Vier Hallen liegen unter einem Dach, das wie ein Banyanenbaum aussieht – doch die wahre Frage des Gebäudes ist, ob Kunst vor dem Kauf eines Tickets schon Teil des städtischen Alltags sein kann.
- Regulärer Artikel
Opernhaus-Opera: Vom Tempelhof ins Fernsehen und zurück zum Publikum
Wie die Bodenaufnahmen der Tempelhöfe in Yilan Ende des 19. Jahrhunderts in den Theatern der 1920er Jahre gelangten, durch die Ära der japanischen Kolonialisierung und das Goldene Zeitalter des Fernsehens reisten und schließlich zurück zum Theater, zur digitalen Bewahrung und zu den jungen Generationen.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Ximen Red House: Wie ein Markt zum kulturellen Wohnzimmer von Ximending wurde
1896 gab es in der Nähe des Westens von Taipeh einen Holzmarkt; 1908 wurden der Achteckbau und der Kreuzbau zur Aufnahme von Einkauf, Theater und städtischer Ordnung kombiniert. Nach der Anerkennung als Kulturerbe im Jahr 1997 und der Übernahme durch kulturelle Betreiber im Jahr 2007 durchlief es Markt, Theater, Kino und Kreativmarkt und fand so einen Zugang zu öffentlicher Kultur in der Westzone wieder; die letzte Frage ist nicht mehr, wie das alte Gebäude erhalten wird, sondern wer es täglich nutzen will.
建築 4
- Regulärer Artikel
Taiwanische Architektur
Von den Schieferhäusern der Paiwan bis hin zu den Backsteingebäuden von Matsunosuke Moriyama, von den Linien Wang Da-hong, die das Fundament für die moderne Architektur legten, bis hin zu den grenzenlosen öffentlichen Gebäuden von Huang Sheng-yuan inmitten der Reisfelder von Yilan. In den letzten vierhundert Jahren prallte die Baukunst der indigenen Völker, der Niederländer, Japaner und Han-Chinesen auf dieser Insel aufeinander – eine hybride Identität, die die Biennale der Architektur in Venedig einst als „das Festhalten an der Lokalität inmitten der Globalisierung“ beschrieb.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
National Taichung Theater: Toyo Itos „Sound Cave“ und die revolutionäre Architektur ohne Säulen oder Mauern
Wie das vom Pristerner-Preisträger Toyo Ito entworfene National Taichung Theater, bekannt als „global schwierigstes Bauwerk“, durch seine organische Wandoberfläche und Höhlenästhetik die moderne Architekturgeschichte und Vorstellungswelt Taiwans neu definiert hat.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Das Porträt der modernistischen Architektur im Nachkriegstaiwan: Ein Blick auf die Preisträgerliste von 1967
Am 30. April 1967 vereinte der erste Goldenen Architekturpreis palastartige Wahrzeichen von Yang Zhuo-cheng mit modernistischen Werken von Wang Da-hong, Chen Chi-kuan und Hsiu Tse-lan. Diese Liste zeigt, dass die Architektur im Nachkriegstaiwan nicht durch eine Stilrichtung ersetzt wurde, sondern zwei Wege parallel existierten.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
EEWH-Green-Building-Zertifizierung: Wie eine subtropische Insel das Klima in Bauvorschriften integriert
Nach BREEAM (UK, 1990), LEED (USA, 1996) und GBTool (Kanada, 1998) wurde 1999 in Taiwan das EEWH-System eingeführt – das vierte weltweit und erste in Asien. Es entwickelte sich von sieben zu neun Indikatoren und setzt auf Erschwinglichkeit statt teurer High-Tech-Lösungen.
電影 4
- Regulärer Artikel
Taiwanische Spielfilme: Die sprechende Stimme neben dem Bildschirm und eine Filmgeschichte, die gestorben und wiederbelebt wurde
In den Kinos der 1930er Jahre improvisierten Redner auf Taiwanisch neben den Leinwänden für Stummfilme; neunzig Jahre später brachte „Seven Seas“ fünf Sprachen auf die Leinwand. Die taiwanesische Filmschule war einst einer der weltweit drittgrößten Produzenten von Spielfilmen, wurde aber zum Schweigen gebracht. Während neue Filme in Venedig den Goldenen Löwen gewannen, sanken die Kinokassen der nationalen Filme auf nur 0,36 %. Der taiwanische Film ist keine gerade Linie vom schlechten zum guten, sondern eine Geschichte, die immer wieder als tot erklärt und doch wiederbelebt wurde.
- Regulärer Artikel
Premiere Creation: Vom Animationstraum von Terry Gou bis zu „Bajie“ in den Gassen von Tainan
„Premiere Creation“, die einst von Terry Gou finanziert wurde, brachte einen Hoffnungsschimmer für taiwanesische Originalanimationen, doch dieser wandelte sich unter dem Marktdruck. studio2, das diese Geschichte teilt, hielt 20 Jahre in Tainan durch und gewann mit „Bajie“ den Golden Horse Award und schrieb so die schmerzhafte Geschichte der taiwanesischen Animation vom Auftragsarbeiten zur Originalproduktion.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Das unsichtbare Taiwan: Ein Dokumentarfilm über Geistmediumschaft und die Versöhnungszeremonie, auf die er traf
Der 2018 uraufgeführte Film „Das unsichtbare Taiwan" ist das erste abendfüllendes Dokumentarwerk des Drehbuchautors Lin Ming-chien. Er wollte ursprünglich nur Geistmediumschaft dokumentieren, doch am ersten Drehtag stoppten die Gottheiten ihn mit „Schnitt!" und forderten ihn auf, erst seine Familienangelegenheiten zu regeln. Vier Jahre später folgt die Kamera vier weiblichen Medien und einem Übersetzer der „Himmelssprache" zum Luerhmen-Flussmund in Tainan, wo sie eine unerwartete Versöhnungszeremonie zwischen Zheng Chenggong und dem Siraya-Volk abhielten. 118 Minuten, 1,1 Millionen NT$ Einspieler in Taipeh – ein Dokument der zeitgenössischen taiwanesischen Volksreligion.
- Regulärer Artikel
Pflanzen des Theaters: Wie ein Computermacher die taiwanesische Fernsehserie zum Wiederbeleben bringt
2016 stellte der Technologie-Magnat Tsai Chi-hsien Geld zur Verfügung, damit Wang Hsiao-ti die führenden taiwanesischen Regisseure dazu brachte, etwas Gegenläufiges zu tun: keine großen Filme zu drehen, sondern nur neue Talente zu fördern.
生成藝術 2
- Regulärer Artikel
Wang Xinren (Aluan Wang): Generativer Künstler, der Landschaft durch Code erschafft und Gemeinnützigkeit in Verträge integriert
Geboren 1982 in Taichung, Master of Media Arts an der Taipei University of the Arts. Am 22. August 2021 wurde sein Werk „Good Vibrations“ zum ersten NFT-Kunstwerk aus Taiwan auf Art Blocks und verkaufte 1.024 NFTs innerhalb einer Stunde. Im darauffolgenden Jahr war er Teil des FAB DAO „Baiyue Project“, das die erste asiatische NFT-Nachhaltigkeitsverteilungsstruktur mit Gemeinnützigkeit in Smart Contracts schuf. Seine Werke umfassen Art Blocks, Verse.works, fxhash und Tezos; seine Ausstellungen reichen von „Chaos Culture“ auf der Art Basel Hong Kong bis zu seiner neuesten Arbeit inkField, die menschliches Zögern im generativen System festhält.
- Regulärer Artikel
Jinya Lin: Von Taijichuan bis Algorithmus – er antwortet mit dem, was existiert, aber unsichtbar ist
Geboren in Kaohsiung, Bachelor in Musik und Komposition an der Nationalen Taiwan Kunst Universität, Master in Neuen Medien, Promotion in Informationsnetz und Multimedia an der Nationalen Taiwan Universität, Postdoc an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. ehemals Professor an der Nationalen Taiwan Normal Universität und der Nationalen Kunst Hochschule in Taiwan, Leiter des C-LAB Taiwan Sound Research Lab (2019), derzeitiger Projektassistent Professor am D-School der Nationalen Taiwan Universität. 2022 mit dem Werk „Metaphysics" bei Art Blocks (Edition 200) vertreten, „Mythologic" im Rahmen der Art Basel Hong Kong interaktiv präsentiert; 2022 Teilnahme am FAB DAO Bergproject, Verantwortung für die Serie „Geheimer Ort". Sein künstlerisches Kernstatement, das sich seit 15 Jahren nicht geändert hat: Viele Dinge in der Welt sind wahrnehmbar, aber unsichtbar.
紀錄片 2
- Regulärer Artikel
Die Schöpfer: Ein Wetteinsatz des Jahrhunderts – Die taiwanische Halbleiter-Epos, deren Titel ein Zeichen weniger hat, um ausgesprochen zu werden
Der Dokumentarfilm „Die Schöpfer“, der am 13. Juni 2025 veröffentlicht wird, erzählt die Geschichte der unverzichtbaren Rolle Taiwans in der Halbleiterindustrie. Sein ursprünglicher Titel war „Silicon Shield“. Xiao Ju-ching verbrachte fünf Jahre und interviewte über 80 Personen, um die „Geburt aus Not“ dieser Branche einzufangen, doch sie musste das schärfste Zeichen im Filmtitel streichen – denn wenn diese Insel ihre stärksten Karten präsentiert, muss man bedenken, wie der andere Küstenstaat dies hören wird.
- Regulärer Artikel
Unsichtbare Nation: Ein amerikanischer Regisseur drückte sieben Jahre lang den Auslöser, um eine Insel zu filmen, die die Welt nicht sehen will
Im Juni 2025 in taiwanesischen Kinos: Ein von Amerikanern gedrehter Dokumentarfilm spielte über 37 Millionen ein und erreichte Platz drei der Dokumentarfilmgeschichte. Vanessa Hope verbrachte sieben Jahre, führte fünf exklusive Interviews mit Tsai Ing-wen und brachte eine Insel vor die Kamera, die aus den Vereinten Nationen ausgeschlossen wurde, deren diplomatische Verbündete von 22 auf 12 sanken und die bei den Olympischen Spielen nur als „Chinesisch Taipeh“ antreten darf. Doch das am meisten infrage Gestellte ist: Wer blieb bei diesem Film, der Taiwan „sichtbar machen“ will, selbst außerhalb des Rahmens – denn Sehen war immer eine Handlung, kein Status.
聲音與新媒體藝術 2
- Regulärer Artikel
Yeh Ting-Hao: Der audiovisuelle Künstler, der Technologie „falsch“ nutzte – und mit 43 ein Ökosystem hinterließ
1981 in Taoyuan geboren, Freunde nannten ihn PUTA. Von der Mitgründung des Lacking Sound Festival 2007 über HH mit Yao Chung-Han 2013 bis zur Übernahme von Fluid Noise 2018 tat er stets dasselbe: Werkzeuge auseinandernehmen, damit mehr Menschen sie nutzen können. Er starb am 12. November 2024 mit 43 Jahren – und hinterließ nicht Werke, sondern das Ökosystem der taiwanesischen audiovisuellen Kunst.
- Regulärer Artikel
Wang Lien-Cheng (Shrimp Dad): Der taiwanesische Klangkünstler, der 23 Maschinen gleichzeitig die „Lunyu“ vorlesen lässt
1985 geboren in Taipeh, Abschluss in Informatik an der Nationalen Normaluniversität (Taipeh) und am Institut für Technologiekunst an der Nationalen Universität für Bildende Künste Taipeh. 2017 gewann er mit „Reading Plan“ (23 automatisierte Buchmaschinen lesen gleichzeitig das „Lunyu“) den Lumen Prize in der Skulpturkategorie in London, und ein Jahr später erneut den Taipeher Kunstpreis. Er ist Mitglied der taiwanesischen Klangkunstgruppe i/O Lab, Leiter des Lacking-Sound-Festivals 2009–2010 und einer der sechs Künstler des FAB DAO Berg-Mile-Projekts. Derzeit ist er als Assistenzprofessor an der Fachrichtung Neue Medien an der Nationalen Universität für Bildende Künste Taipeh tätig. Von 2022 mit fünf automatisierten Installationen in der „Boundary of Chaos“ bis 2025 in der Galerie Guandu mit „After the Machine“, wo er mithilfe automatisierter Plattformen für Buddha- und Christusstatuen, sowie daoistische Gottheiten die KI-Ethik und gesellschaftliche Überwachung hinterfragt. Wang Lien-Cheng verbindet Algorithmen, Maschinen und Klang zu einer einzigen Linie in der taiwanesischen zeitgenössischen Klangkunstgeschichte.
Weitere 7
- Regulärer Artikel
Jiang Hsien-er: Nach vierundvierzig Jahren der Flucht von Taiwan malte er das beste Werk seines Lebens, als er zurückkehrte
Im Winter 1967 ging Jiang Hsien-er, damals fünfundzwanzig Jahre alt, nach Paris auf die Suche nach Jacques Copeau und fand heraus, dass sein Idol ein Jahr zuvor gestorben war. In den folgenden vierundvierzig Jahren suchte er in SoHo, New York, mit verschlossenen Fenstern nach innerem Licht; 1975 verkaufte die Lamagna Galerie kein Bild. Im Jahr, in dem sein Vater in den Neunzigern einen Unfall hatte, malte er „Hundertjährige Tempel“ im Rauch des Longshan-Tempels. Im Jahr 2008 ließ er sich in Jinzun, Taitung, nieder und ist dort sechzigfünf Jahre alt; 2025 wird Jiang Hsien-ers Kunstpark achtzigdrei.
- Regulärer Artikel
Taiwan-Reiseaufzeichnung: Ein Buch ‚übersetzt von der Schwester‘, vom Frühling Berg bis zur Bühne in London
Am 6. Juni 2015 starb die junge Yang Ruohui. Yang Ruoci öffnete ihr hinterlassenes Tagebuch und begann, die Buchungen zu prüfen. Es dauerte drei Tage, bis sie die Kreise und Häkchen als Code verstand. Fünf Jahre später veröffentlichte der Spring Mountain Press den Roman ‚Taiwan-Reiseaufzeichnung‘ unter dem Titel ‚Chishan Qianchunzi (Chunshan Qianchunzi) schrieb · Yang Shuangzi übersetzt‘ – in der Übersetzerangabe stand die verstorbene junge Schwester. Bei den New York NBA 2024 und dem London Book Award 2026 übersetzte sie ein Buch, das nicht existiert, mit dem Namen ihrer Schwester.
- Regulärer Artikel
Taiwan New Media Art
Von den Video-Vorreitern der 1980er bis zum Venise-VR-Preis: Der vollständige Zusammenhang von 16 Schlüsselkünstlern und 40 Jahren digitaler Kunstrevolution. Wie Taiwan mit Code Gedichte schrieb und sich einen Namen auf dem internationalen Kunstmarkt verdiente.
- Regulärer Artikel
Pohao Chi: Vom Ökonomen zum Klangkünstler – mit Algorithmen die Frage: Hörst du wirklich zu?
Pohao Chi (Pohao Chi), 1989 geboren, Klangkünstler, Komponist und Kurator. Abschluss in Volkswirtschaft an der Nationaluniversität Taiwans, Master in Musik an der Goldsmiths, Universität London; 2021 als Master of Science in Art, Culture and Technology am MIT mit dem Harold and Arlene Schnitzer Prize in Visual Arts ausgezeichnet. 2014 gleichzeitig ausgewählt für den Taipeher Preis, finanziert durch das Nationalmuseum für Moderne Kunst für ein Künstlerresidenzprogramm in V2 Rotterdam, ausgewählt für das Cloud Gate Tänzerprogramm „Wanderer Plan“. 2015 wanderte entlang des Hexi-Korridors über tausend Kilometer; 2017 gründete er das Studio Zone Sound Creative. 2025 präsentierte er bei C-LAB DIVERSONICS „RECITER(s) 2.0“, und mit „Cybernetics of Waterscape“ nahm er am Ars Electronica 2025 Polyphony Taiwan Pavilion teil; März 2026 nahm er an den IRCAM Forum Workshops in Paris teil, April 2026 wurde „Life in Motion“ im Jerry-Moss-Plaza der The Music Center in Los Angeles ausgestellt. Er verwendet Algorithmen, GPS und KI-Synthesen, um die Welt zu messen, doch stets stellt er dieselbe Frage: Hat das „Hören“ noch eine eigene Absicht?
- Regulärer Artikel
Digitale Wüste: Wie eine Kunstkritik-Plattform ohne Geschäftsmodell 12 Jahre überlebte
Im November 2011 gründete Zheng Wenqí in Taipeh bei einer alten Medienorganisation namens „ET@T“ ein Internet-Schreibprojekt ohne Printausgabe, ohne Werbung, ohne Abonnementgebühren. 12 Jahre später umfasst es 56 thematische Ausgaben, 384 Artikel, 31 Podcasts und 10 Bände der „Nusantara Archive“. In der gleichen Zeit und mit denselben Bedingungen – kein Printmedium als Mutterorganisation, kein physischer Raum, redaktionsgetrieben von Einzelpersonen – gibt es kein einziges vergleichbares chinesisches Kunstkritik-Plattform, die überlebt hat. Der Grund sind drei Schichten subtiler Infrastruktur, die präzise übereinandergelegt sind: Die mütterliche Institution übernimmt die Grundkosten, staatliche Projekte ergänzen den Inhalt pro Ausgabe, und die persönliche Arbeit der Redakteure füllt die Lücken über 12 Jahre.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Präsidentenpalast: Wie ein Gouvernementsgebäude zur demokratischen Öffnung wurde
Der Präsidentenpalast, der 1912 begonnen und 1919 fertiggestellt wurde, war ein Symbol der Kolonialmacht, danach das Jieshou-Gebäude, und während der Martiallaw-Zeit eine gesperrte Zone. Er dient heute noch als Sitz des Präsidenten, ist aber gleichzeitig ein Ort, an dem Menschen antreten und hineingehen können, sodass jede Wand des Gebäudes auf eine andere Epoche Taiwans trifft.
- In Entwicklung · Community-Beitrag
Spenden-Dauerbrenner: FAB DAO und das Bergprojekt als soziales Experiment
Wie ein abgewanderter Arzt mit einer Baseballkappe das Web3-Wohltätigkeitsdenken in Taiwan neu erfand. FAB DAO und das Bergprojekt definieren Spendungen neu: Sammlung als Spende, Kunst als soziale Aktion.
Kuratierte Einführung
Dieser Moment definierte das Wesen der taiwanesischen Kunst: Sie war nie ein windiges Vergnügen im Elfenbeinturm, sondern ein Überlebensbeweis, verwoben mit Geschichte, Politik und Leben und Tod. Als die Kugel den Körper von Chen Cheng-po durchbohrte, durchbohrte sie auch die Unschuld der taiwanesischen Kunst. Von diesem Moment an musste jede Generation taiwanesischer Künstler in den Trümmern neu die Frage beantworten: Warum existiert das Schöne?
Die Antwort auf diese Frage ist in jedem Wendepunkt der hundertjährigen Geschichte der taiwanesischen Kunst verstreut: Ishikawa Kinichirō brachte die westliche Aquarelltechnik und ließ die Taiwaner zum ersten Mal die einheimische Landschaft durch „fremde Augen“ sehen; Huang Tu-shuis Werk Ganwu Shui (Bitterwasser) sicherte der taiwanesischen Kunst in der Tei Exhibition (帝展) der japanischen Kolonialzeit einen Platz; die Mai-Hai-Kunstvereinigung und die Orientalische Kunstvereinigung suchten in der Enge der Kriegsrecht-Ära nach einer „dritten Moderne“; die neuen taiwanesischen Filme nach der Aufhebung des Kriegsrechts ließen die internationale Filmwelt die narrativen Möglichkeiten Asiens wiederentdecken; Videoinstallationen in der Venedig-Biennale beweisen, dass die zeitgenössische taiwanesischen Kunst keine Übersetzung durch andere mehr benötigt.
Die wahre Kraft der taiwanesischen Kunst liegt nicht in der Größe, sondern in der Dichte. Auf dieser 36.000 Quadratkilometer großen Insel kommt auf durchschnittlich 480.000 Menschen eine Galerie oder ein Museum zu; jede Gasse kann eine Geschichte verbergen, die die chinesischsprachige Kultur verändert hat; jede Generation von Schöpfern erschafft unendliche Möglichkeiten in begrenztem Raum. Als Hou Hsiao-hsiens lange Einstellungen in Venedig den Goldenen Löwen gewannen, als Chu Ming-chins Tai-Chi-Statuen in Galerien weltweit standen, als Lin Hwai-mins Cloud Gate Dance Theatre von der New York Times als „das wichtigste moderne Tanzensemble Asiens“ bezeichnet wurde, begann die Welt zu begreifen: Diese Insel produziert nicht nur Halbleiter, sondern auch Ästhetik.
Aber das Bewegendste an der taiwanesischen Kunst ist ihre „Unreinheit“. Sie weigert sich, das perfekte Modell einer bestimmten -ismen zu werden, sich von keiner Theorie vollständig einzuverleiben. Sie ist das Mischlingstum aus indigenen Mythen und japanischer Ästhetik, die Hybridisierung aus chinesischer Literatentradiion und westlichem Modernismus, die Verschmelzung aus lokaler Heimatverbundenheit und internationaler Kunstsprache. Diese „Hybridität“ ließ sie einst als unklar und grenzenlos verlachen, heute jedoch ist sie ihr wertvollstes Gut – in einer zunehmend uniformierten Welt beweist die taiwanesischen Kunst, dass „Hybridität“ an sich eine Kraft ist.
Die aus der Blutlache aufstehende taiwanesischen Kunst fand schließlich ihre eigene Antwort: Das Schöne existiert nicht, weil es der Realität fern ist, sondern weil es die Grausamkeit der Realität wagt, direkt zu sehen und daraus die Möglichkeit der Transzendenz zu erschaffen. Dies ist die letzte Lektion, die Chen Cheng-po Taiwan mit seinem Leben lehrte: Das wahre Schöne trägt immer die Temperatur der Wunde.
Film: Die Seeleninseln in der langen Einstellung
Als A City of Sadness 1989 in Venedig den Goldenen Löwen gewann, vollzog Hou Hsiao-hsien mit vier Stunden langer langer Einstellung den wichtigsten Durchbruch in der Geschichte des taiwanesischen Films: Zum ersten Mal wurde das historische Trauma des Zweihundertacht-Vorfalls auf der internationalen Bühne direkt konfrontiert. Dies war nicht nur ein Preis, sondern eine unabhängige ästhetische Erklärung, mit der der taiwanesischen Film der Welt seine Unabhängigkeit verkündete.
Die Kraft des taiwanesischen Films kommt aus dem „Starren“ – Hou Hsiao-hsiens lange Einstellungen starren auf die schmerzlichen Wunden der Geschichte, Edward Yangs städtische Beobachtungen starren auf die Entfremdung der Modernisierung, Tsai Ming-liangs minimalistische Ästhetik starren auf die Einsamkeit von Körper und Verlangen. Diese drei Regisseure, zusammen mit Ang Lee’s transkultureller Erzählweise, hinterließen tiefe Spuren in den drei großen Filmfestivals Cannes, Venedig und Berlin und bewiesen, dass eine kleine Insel eine filmische Sprache auf Weltklasse-Niveau besitzen kann.
Der einzigartige Beitrag des taiwanesischen Films ist die Erfindung der „Zeitästhetik“. Während Hollywood die Geschwindigkeit des Rhythmus sucht, wählen taiwanesischen Regisseure die Versenkung der Zeit, um Poesie zu erschaffen. Eine Einstellung von Hou Hsiao-hsien kann fünf Minuten dauern; in diesen fünf Minuten warten die Zuschauer nicht auf die Handlungsentwicklung, sondern erleben die Textur der Zeit selbst. Diese „Slow Cinema“ hat die künstlerische Filmproduktion weltweit beeinflusst und den „Taiwan-Rhythmus“ zu einem Fachbegriff in der internationalen Filmwelt gemacht.
(Taiwanischer Film) | (Hou Hsiao-hsien) | (Edward Yang) | (Tsai Ming-liang) | (Golden Horse Awards)
Literatur: Die polyphone Symphonie der Insel
Die taiwanesischen Literatur ist das freieste Labor der chinesischsprachigen Welt. Während die Literatur auf dem chinesischen Festland von Zensur eingeschränkt wird und die Literatur Hongkongs mit dem Ende der kolonialen Geschichte verwelkte, zeigte die taiwanesischen Literatur nach der Aufhebung des Kriegsrechts eine erstaunliche kreative Vitalität und wurde zum letzten idyllischen Hort der chinesischsprachigen Literatur.
Die Kontroverse um die Heimatlandliteratur war der Scheideweg der taiwanesischen Literatur. Huang Chun-ming, Chen Ying-zhen und Wang Zhenhe sprachen in den 1970er Jahren in ihren Romanen für die unteren Schichten der Gesellschaft und ließen die Literatur von den abstrakten Experimenten des Modernismus zur sozialen Realität zurückkehren. Diese Kontroverse war nicht nur ein Streit um Ästhetik, sondern eine Wertentscheidung darüber „für wen die taiwanesischen Literatur schreiben sollte“. Das Ergebnis war ein doppelter Sieg der taiwanesischen Literatur: Sie bewahrte die kreative Freiheit des Modernismus und übernahm gleichzeitig die moralische Verantwortung der sozialen Kritik.
Der Aufstieg der indigenen Literatur brachte neue Stimmen in die taiwanesischen Literatur. Hsiao-chuang Lanpo-bogan schrieb aus der ozeanischen Perspektive der Tao, Tian Yajiao schuf mit der Wald- und Bergweisheit der Bunun, wodurch die taiwanesischen Literatur zum ersten Mal die Insel aus der subjektiven Position der Indigenen neu imaginierte. Diese Stimmen erinnern uns daran: Taiwan ist nicht nur eine Fortsetzung der Han-Kultur, sondern eine gemeinsame Heimat multipler Ethnien.
(Geschichte der taiwanesischen Literatur) | (Indigene Literatur) | (Moderne taiwanesischen Poesie) | (Taiwanesischen Prosa)
Zeitgenössische visuelle Kunst: Von Ölmalerei bis Algorithmus
Die erfolgreichste Strategie der zeitgenössischen taiwanesischen Kunst ist die „technische Übersetzung“: Die fortschrittlichsten technologischen Fähigkeiten dieser Insel in künstlerische Medien zu transformieren. Wenn man die fortschrittlichsten Halbleiterfertigungstechnologien der Welt besitzt und die junge Generation in der Programmiersprache aufwächst, ist digitale Kunst keine Multiple-Choice-Frage, sondern eine Notwendigkeit.
Yuan Guangming’s Videoinstallationen erforschen die Machtverhältnisse zwischen Überwachung und Blick, Wang Fu-rui’s Klangkunst definiert die Grenzen zwischen Musik und Lärm neu, und Wu Zhe-yu’s Algorithmenwerke in der Venedig-Biennale und auf der Art Basel Miami verliehen der generativen Kunst einen taiwanesischen Akzent. Diese Künstler nutzen die Technologie nicht nur, sondern schaffen gemeinsam mit ihr, lassen kalten Code menschliche Wärme annehmen.
Aber der bewegendste Teil der zeitgenössischen taiwanesischen Kunst ist vielleicht ihre Beharrlichkeit auf der „Ästhetik des Scheiterns“. Li Ming-wei’s Werke der Beziehungskunst sind oft „unperfekt“ – Teilnehmer mögen nicht mitmachen, das Werk mag sich nicht wie erwartet entwickeln – aber diese Unkontrollierbarkeit ist es, was taiwanesischen Künstler wollen. In einer überkontrollierten Welt ist die Erlaubnis des Scheiterns die größte Freiheit.
(Neue Medienkunst in Taiwan) | (Taiwanesischen Fotografie) | (Taiwanesischen Architektur)
Traditionelle und innovative Kunstformen
Die Lebenskraft der traditionellen taiwanesischen Kunst liegt in ihrem Zustand des „Lebendig-Seins“. Gezaixi (Guzi Opera) ist kein Museumsausstellungsstück, sondern eine sich kontinuierlich weiterentwickelnde Performance-Form. Ming Huayuan brachte traditionelle Opern in die Small Giant Arena und verpackte alte Geschichten mit modernem Licht und Sound neu, wodurch eine neue Kategorie des „technologischen Nationaltheaters“ entstand.
Lin Hwai-mins Cloud Gate Dance Theatre schuf ein neues Paradigma der östlichen Körperästhetik. Von Xin Chuan (Die Weitergabe der Flamme) bis Song Yan (Song of Smoke) integrierte Cloud Gate Tai-Chi-Qigong, Kalligraphie-Ästhetik und chinesische Philosophie in die Vokabular des modernen Tanzes, sodass westliche Zuschauer zum ersten Mal die Möglichkeit der „östlichen Moderne“ sahen. Die New York Times bezeichnete Cloud Gate als „das wichtigste moderne Tanzensemble Asiens“, nicht weil es den Westen imitierte, sondern weil es eine eigene Moderne erschuf.
Das Chu Zong-qing Percussion Orchestra verwandelte die Nischengattung der Perkussion in eine Mainstream-Performance und ließ die „taiwanesischen Musik“ im internationalen Musikleben erkennbar werden. Während die Musikhallen der Welt alle europäische klassische Musik spielen, bewies Chu Zong-qing mit Perkussion: Die universelle Sprache der Musik hat nicht nur einen Akzent.
(Taiwanesisches Theater und Performance-Kunst) | (Traditionelle taiwanesischen Kunst) | (Chu Zong-qing Percussion Orchestra) | (Ming Huayuan)
🏗️ Architektur: Die Erinnerung der Zeit im Raum
Die taiwanesischen Architektur ist eine komprimierte moderne Geschichte. Die barocken Ladenzeilen der japanischen Kolonialzeit (Dihua Street, Sanxia Old Street) zeugten von den Widersprüchen der kolonialen Modernisierung; die modernistischen Gebäude der Nachkriegszeit (Wang Da-hong’s Sun Yat-sen Memorial Hall, I.M. Pei’s Lu Si Yi Chapel der Tunghai Universität) repräsentierten das kulturelle Ideal eines freien Chinas; die internationalen Meisterwerke des 21. Jahrhunderts (Toyo Ito’s Taichung National Theater, Yao Jen-hsi’s Lan Yang Museum) zeigen die Fähigkeit taiwanesischen Architekten zum Dialog mit der Welt.
Das wertvollste Gut der taiwanesischen Architektur ist die „Hybridität“. Auf einer Straße können gleichzeitig japanische Holzhäuser, chinesische Siheyuan, moderne moderneistische Würfel und postmoderne Kurvengebäude stehen. Diese durch Zeit- und Raumkompression geprägte Landschaft ist anderswo auf der Welt schwer zu sehen. Sie ist nicht das Ergebnis von Planung, sondern das Produkt historischer Zufälligkeit, erschuf jedoch unerwartet eine einzigartige städtische Ästhetik Taiwans.
In den letzten Jahren ist „Reduktionsarchitektur“ zum neuen Trend der taiwanesischen Architektur geworden. Der Wiederaufbau des Wang Da-hong Architecture Research Centers, die Restaurierung des Qidong Poetry House und die Aktivierung des Songshan Cultural Creative Park zeigen alle die Philosophie taiwanesischen Architekten, die auf „Wiederverwendung“ statt auf „Wiederaufbau“ historischer Gebäude setzt. Diese Haltung spiegelt die Wertschätzung der taiwanesischen Gesellschaft für historische Erinnerungen wider und zeigt die Weisheit unter den begrenzten Ressourcen der kleinen Insel.
(Taiwanesischen Architektur) | (Wang Da-hong) | (Taichung National Theater von Toyo Ito) | (Erhaltung historischer Gebäude)
Fotografie: Die multiplen Perspektiven des Blicks auf die Insel
Die taiwanesischen Fotografie erbte die starke Tradition des „Reportage-Fotografie“. Deng Nanguang, Li Mingdiao und Zhang Zhaotang dokumentierten mit ihren Kameras den gewaltigen Wandel der taiwanesischen Gesellschaft von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft. Ihre Objektive fingen nicht nur Bilder ein, sondern den Geisteszustand einer Ära.
Zhang Zhaotangs Serie Reise durch die Jahre ist vielleicht das wichtigste Werk in der Geschichte der taiwanesischen Fotografie. Er dokumentierte mit Schwarz-Weiß-Fotografie die letzten Landschaften der ländlichen Gebiete Taiwans in den 1970er Jahren: die verschwindenden Dreiseitenhöfe, die Wasserbüffel, die Reisfelder. Als die schnelle Modernisierung die traditionellen Landschaften verschlang, wurde Zhang Zhaotangs Kamera zum Zeugen der Geschichte.
Die zeitgenössische taiwanesischen Fotografie konzentriert sich mehr auf die Komplexität der „Identität“. Indigene Fotografen interpretieren die Stammeskultur mit ihren Objektiven neu, weibliche Fotografen hinterfragen die Autorität des männlichen Blicks, Fotografen neuer Migranten dokumentieren die komplexen Erfahrungen transnationaler Migration. Die taiwanesischen Fotografie hat nicht mehr nur eine Stimme, sondern ist ein Chorus multipler Ethnien, multipler Geschlechter und multipler Klassen.
(Taiwanesischen Fotografie) | (Zhang Zhaotang) | (Deng Nanguang) | (Zeitgenössische Fotokunst)
Das Bewegendste an der taiwanesischen Kunst liegt darin, dass sie die Reinheit ablehnt. Sie ist das Mischlingstum aus indigenen Mythen und japanischer Ästhetik, die Hybridisierung aus chinesischer Literatentradiion und westlichem Modernismus, die Verschmelzung aus lokaler Heimatverbundenheit und internationaler Sprache. In einer zunehmend uniformierten Welt beweist die taiwanesischen Kunst mit „Hybridität“ die Möglichkeit des Schönen.