Ximen-Dong: Die von Japanern 1896 errichtete Vergnügungsstraße, nach 130 Jahren immer noch die jüngste Straße in Taipeh
Kurzfassung: Im Dezember 1908 entwarf der japanische Architekt Kondō Jūrō einen zweistöckigen Ziegelmarkt außerhalb der Stadtmauer von Taipei – mit einem achteckigen Eingang und einer kreuzförmigen Hauptstruktur. Dieses Gebäude heißt heute Ximen Honglou 1. Die Japaner wollten an dieser sumpfigen Gegend östlich von Wăngjiā eine Sonderzone errichten, die speziell für japanische Einwanderer unterhalten sollte, im Nachbild der Senso-ji in Tokio 2. Dreißig Jahre später gingen die Japaner; 1961 entstanden acht Einkaufszentren entlang des Eisenbahnstrecks, und 1992 wurden sie zusammen mit der Bahn abgerissen, wodurch eine Erinnerungslücke von 1.171 Metern zurückblieb 3. Im Jahr 1999 wurde die Fußgängerzone ausgewiesen und die Bannan-Linie eröffnet, woraufhin Ximen-Dong ein zweites Wiedergeburt erlebte – als das Open-Air-Wohnzimmer der Jugend von Taipeh 4. Von einem Gebiet außerhalb der Kolonialstadt über eine japanische Vergnügungszone, eine Nachkriegsfilmstraße, die MTV-Ära während des Kriegsrechts, den Skatepark nach der Lockerung, bis hin zur LGBTQ+-Barzone ab 2003 und dem Touristenviertel mit 2,21 Millionen Besuchern pro Monat im Jahr 2024 [^5]: Unter demselben Achtecktempel haben bereits fünf Generationen von Jugendlichen gewechselt. Dieser Artikel möchte sagen: Das „fremde Vergnügungsland“, das die Japaner hinterließen, gab der Subkultur Taiwans von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart einen Lebensraum, den die Kapitalinteressen des Xinyi-Viertels nicht vollständig erdrücken konnten.
Samstagabend um sechs Uhr, der Platz vor Honglou

Menschenmenge auf dem Regenbogenzebra der Ximending-Fußgängerzone im September 2019. Foto: Volksabstimmung, 2019-09-28. Lizenz über Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0).
Wenn man einem achtzehnjährigen Taipeier fragt, wohin er am Wochenende gehen möchte, wird er nicht Xinyi sagen. Er wird „Ximen“ sagen.
Am Samstagabend um sechs Uhr steigt man von Ausgang 6 der MRT Ximen hoch. Vor dem McDonald's an der Ecke Hanzhong ist bereits jemand in einer Tätowierpraxis zu buchen. Fünfzig Meter weiter, unter der achteckigen Ziegelwand des Ximending Honglou auf Chengdu Road 10, fotografiert ein Mädchen im Lolita-Kleid mit Freunden – sein Rüschenrock wird zusammen mit dem Backsteinbogen aus dem Jahr 1908 eingefangen. Weiter nach Süden zum Open-Air-Platz hinter dem Honglou haben die Besitzer einiger Outdoor-Bars bereits Regenbogenfahnen aufgehängt, und Tische und Stühle sind nach außen gestellt; die Gäste, die um halb sechs eintreffen, sind meistens Homosexuelle, während ab sieben Uhr auch Pendler und Touristen dazukommen.
Auf der gegenüberliegenden Zhonghua Road fährt gerade ein zweistöckiger Reisebus mit ausländischen Touristen vorbei; in einer Gasse links steht eine Schlange für Ah Zong Noodles, und die Leute, die sie in Pappschalen essen, ziehen von Chengdu Road bis nach Emei Street. Ein Stück weiter nördlich gleiten einige unter der blauen Wand eines Themenparks, während Hip-Hop-Beats aus einem nahegelegenen Trendgeschäft dringen.
Dieses Bild – Cosplayer im Alter von achtzehn Jahren, Regenbogenbar, Stand mit Nudeln zum Stehenessen, Skateboarder – befindet sich alle innerhalb von 250 Metern um das Backsteingebäude, das 1908 von Japanern erbaut wurde.
📝 Kuratorenanmerkung: Eine allgemeine Beschreibung bezeichnet Ximen Town als „Idol-Stadt Taipeh“ oder „Jugendtreffpunkt“, aber diese Erzählung lässt etwas aus – warum ist es Ximen und nicht Xinyi oder Dongqu? Die Antwort liegt in einer Entscheidung eines Japaners vor 130 Jahren. Im Jahr 1896 wollte das Gouverneursamt, im Stil von Asakusa in Tokio, einem Sumpfgebiet östlich des Monga-Gebiets außerhalb der Stadt Taipei eine „Unterhaltungsfunktion“ geben2. Von diesem Moment an war die DNA dieses Gebiets Ximen Town: „Konsum durch Fremde, Spiel durch Jugendliche, geringe Dichte von Kapital, dichte Gassen, nicht gentrifiziert“. Die Funktion hat sich zwar über fünf Generationen der Jugendlichen geändert, aber das Gebiet selbst nicht. Das Planviertel Xinyi ist ein Erwachsenengebiet aus der Kapitalplanung des 21. Jahrhunderts; Ximen Town ist ein Jugendgebiet aus der imperialen Planung von 1896 – beide liegen drei Kilometer voneinander entfernt und leben in unterschiedlichen Zeiten.
Ein Ort namens „Ximen-wai“
Um Ximending zu verstehen, muss man zuerst wissen, woher sein Name stammt.
Im 10. Jahr der Qing-Dynastie (1884) wurde die Stadtmauer von Taipei fertiggestellt und umschloss ein Gebiet von etwa 1,4 Quadratkilometern – mit fünf Toren: Beng'enmen im Norden, Jingfumen im Osten, Lizhengmen im Süden, Chongximen im Südwesten und Baochengmen im Westen 5. Baochengmen ist das spätere umgangssprachliche „Ximen“, benannt nach dem „Erfolg des Schatzes“ (寶物成就), in der Hoffnung, dass Mangah mit Ximen-wai weiterhin kommerziellen Wohlstand genießen würde 6.
Während der Qing-Herrschaft war Ximen-wai die östliche Grenze von Mangah. Das Gelände war niedrig gelegen und beherbergte einige vereinzelte Sümpfe, Friedhöfe sowie kleine Geschäfte, die aus dem Handelskreis von Mangah herausgewachsen waren. Im Jahr 1895 kamen die Japaner. Was sie vorfanden, war eine Struktur aus drei nebeneinanderliegenden Stadtvierteln: Mangah war das dicht besiedelte Gebiet der lokalen Minnan-Chinesen, Dazhong war das aufstrebende Teehandelszentrum und innerhalb der Mauer befanden sich die Verwaltungsstellen der Qing-Regierung. Die Japaner übernahmen die Verwaltung im Inneren der Stadt, aber da Mangah überfüllt und Dazhong von Teehändlern besetzt war, benötigten sie ein neues Viertel, das speziell für japanische Neuankömmlinge zum Wohnen und zur Unterhaltung vorgesehen war.
Das Stück Land von Ximen-wai passte genau. Es lag östlich von Mangah, nahe der von den Japanern übernommenen Stadtmitte, hatte eine niedrige Topografie, die aufgefüllt und neu strukturiert werden konnte, und es gab keine starke lokale Handelsmacht, die dort ansässig war. Im September 1896 bauten die Japaner hier den hölzernen „Ximen-Markt“ (auch bekannt als „Xinqi Street Market“), der hauptsächlich die täglichen Bedürfnisse der lokalen japanischen Einwanderer versorgte 7.
Doch die Ambitionen der Japaner beschränkten sich nicht nur auf einen Gemüsemarkt. Die Theater „Tokyo Tei“ im Jahr 1895, das „Taipei Theater“ in Xinqi Hengjie im Jahr 1897 und das „Rong Theater“ in Ximen-wai Street im Jahr 1902 eröffneten 8 – Theater, Gasthäuser und Fotostudios folgten nacheinander. Im Jahr 1922 führte die Gouvernementsverwaltung eine Stadtumbenennung durch und benannte diesen Bereich offiziell „Ximending“. Der Umfang von Ximen-li wurde durch die Straßen Emei, Kangding, Neiji und Zhonghua begrenzt 8.
📝 Kuratorennotiz: Die Entscheidungslogik hinter dem Namen Ximending ist wichtig. Die Japaner zeichneten kein Gebiet willkürlich in einen Kreis – sie imitierten Asakusa in Tokio. Asakusa war in der Edo-Zeit ein Viertel der Volksunterhaltung, das nach der Meiji-Restauration seine Mischung aus Theatern, Kurtisanen, Märkten, Religion und Unterschicht bewahrte. Die Japaner transplantierten dieses ganze System nach Taipei – sie ebneten die Sümpfe östlich von Mangah, neu strukturierten die Gassen, bauten Märkte und Theater – was gleichbedeutend ist mit dem Transport der materiellen Rezeptur der Edo-Volkzkultur in die Kolonie. Als 1922 „Ximending“ festgelegt wurde, war die „DNA des jungen Vergnügungsgebiets“ dieses Ortes eingeschrieben – und das hat sich seit 130 Jahren nicht geändert.
Doch im Jahr 1904 geschah etwas: Die Japaner beschlossen, die von den Qing hinterlassene Stadtmauer abzureißen. Baochengmen war eines der einzigen fünf Tore, das vollständig abgerissen wurde – diese Entscheidung fiel Ende 1904 und löste starken Widerstand unter den Kaufleuten von Mangah aus. Um den Zorn zu besänftigen, behielt der Minister für öffentliche Ordnung, Goto Shinpei, die restlichen vier Tore bei und baute auf dem ursprünglichen Standort von Ximen einen elliptischen kleinen Park 6. Heute gibt es an der Kreuzung Baoqing Road und Hengyang Road in der Nähe des Ausgangs 6 der Metrostation Ximen noch ein „Gedenkstein für Baochengmen“, das daran erinnert, dass dieses Tor einst hier stand.
Das achteckige Ziegelgebäude von 1908

Panorama des Südplatzes von Ximending Honglou. Foto: Asacyan, 25.04.2013. Lizenz über Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0).
Wenn Ximending nur ein Muss ist, dann ist es der Ximending Honglou.
Im April 1908 wurde das Holzgebäude des Ximen Markets abgerissen und neu gebaut. Am 18. Oktober desselben Jahres „begann der neue Ziegelmarkt mit dem Betrieb“, und er wurde im Dezember offiziell fertiggestellt1. Der Architekt war der japanische Baumeister Kondō Jūrō – geboren in Japan im Jahr 1877, absolvierte das Bauingenieurstudium an der Kaiserlichen Universität Tokio im Jahr 1904 und beschloss dann, nach Taiwan zu kommen. Er arbeitete zwanzig Jahre lang beim Bauamt des Gouverneurs von Taiwan9. Zu seinen repräsentativen Werken in Taiwan gehören neben dem Ximending Honglou auch das alte Gebäude des Taihoku Hospital (1916), der Honglou der Jian Guo Hochschule (1907) und die Keelung Postfiliale, die fast alle wichtigen öffentlichen Gebäude in Taipei während der japanischen Kolonialzeit abdecken9.
Das Design von Kondō Jūrō für den Ximen Market war weltweit einzigartig. Er kombinierte zwei Bauten – das „Achteckhaus“ im Norden als Markteingang und den „Kreuzturm“ im Süden als Hauptmarktgebäude10. Das Achteckhaus ist ein zweistöckiges Ziegelpalais, dessen jede Fassade 8 Meter breit ist und dessen Grundriss genau ein regelmäßiges Achteck bildet – warum ein Achteck? Er schrieb in seiner Designbeschreibung die Vorstellung eines Markteingangs, der „aus acht Richtungen zusammenkommt“10. Der Kreuzturm hingegen hat einen reinen kreuzförmigen Grundriss – gut beleuchtet und mit regelmäßig angeordneten Ständen.
Die lokale Folklore erzählt eine andere Geschichte. Um den Ximen Market herum gab es in der späten Qing-Dynastie schstoffische Sümpfe und Friedhöfe, und einige Leute glauben, dass Kondō Jūrō absichtlich das Bagua (die chinesischen acht Richtungen zur Abwehr böser Geister) mit dem Kreuz (christliche Reinigung) kombiniert hat, um Dämonen zu vertreiben11. Der Architekturbاحث Li Qianlang betont jedoch, dass „keine offiziellen Dokumente belegen, dass Kondō Jūrō diese Überlegungen hatte“11, aber die vollständige Kombination aus zwei Ziegelgebäuden von 1908 – die Symmetrie der vier Himmelsrichtungen des Achteckhauses und die Nord-Süd-Achse des Kreuzturms – auf diesem Land, das einst ein Friedhof war, wirkt nicht zufällig.
📝 Kuratorische Anmerkung: Das Design des Honglou verdient einen Moment der Reflexion. Ein japanischer Architekt, der an der Kaiserlichen Universität Tokio studiert hatte, baute in einem Gebiet, das früher ein Friedhof Taiwans war, einen Markt, der Bagua- und Kreuzformen kombiniert – diese „Hybrid“-Eigenschaft ist sehr tiefgründig. Das Achteckhaus nutzt das chinesische Feng Shui-Konzept der „Acht Richtungen“ als Eingang, während der Kreuzturm die Geometrie des christlichen heiligen Raumes als Hauptstruktur verwendet – Symbole zweier völlig unterschiedlicher Zivilisationen sind an einem Gebäude verschmolzen. Der vorherrschende Stil in der taiwanesischen Architektur der japanischen Kolonialzeit war eine Meiji-Mischung aus „japanisch + westlich“, und Kondō Jūrō fügte noch eine Schicht „lokale chinesische Volkskultur“ hinzu. Im Jahr 1922 wurde die Straße zu „Ximen Town“, im Jahr 1936 wurde der Zhongshan Hall fertiggestellt, nach dem Krieg 1947 umbenannt und 1997 als städtisches Kulturerbe eingestuft – derselbe Ziegelbau stand an Ort und Stelle, während sich die Ideologien dreier Regime darüber verschoben12.
Die Nachkriegsgeschichte des Honglou war zeitweise vergessen. Am 14. März 1949 eröffnete das „Huyean Theater“ im Honglou mit Schwerpunkt auf Pekingoper, aber die Abendkasse war schlecht1. Im Jahr 1953 wurde es zu einem Vietnamesen-Theater umgebaut, was jedoch zu vollen Häusern führte und den Aufschwung des Schwarzmarkts befeuerte1. Im Jahr 1958 wurde der Honglou komplett in ein Kino namens „Honglou Theater“ umgewandelt1, und im April 1959 spielte das Pfau-Bewertungsensemble Wang Shufen zehn Tage lang dort.
Am 20. Februar 1997 stufte das Innenministerium dieses Gebäude als Kulturerbe der dritten Klasse (städtisches Kulturerbe) ein und nannte es offiziell „Ximen Honglou“12. Aber der Schutz kam zu spät – in der Nacht des 22. Juli 2000 brannte der „Ximen Market ab, und der Kreuzturm mit dreitausend Quadratmetern und über zweihundert Ständen wurde innerhalb von anderthalb Stunden verbrannt“1. Der Wiederaufbau nach dem Brand zog sich über mehrere Jahre hin, bis die Stadtregierung von Taipei im März 2002 durch eine „staatlich beauftragte Privatwirtschaft“-Methode das Papierdrachen-Kulturfonds verwaltete, und am 26. Juli 2002 wurde er als „Honglou Theater“ wiedereröffnet1. Als der Fünfjahresvertrag mit dem Papierdrachen im Jahr 2007 auslief, übernahm die Kulturbehörde die direkte Verwaltung, und es gab eine hundertjährige Ausstellung im Jahr 2008.
Der heutige Honglou – das Achteckhaus beherbergt Ausstellungsräume und Teehäuser, während der Kreuzturm mehr als zwanzig taiwanesische Kulturen-Marken mit „16 Ateliers“ beheimatet13, und am Nordplatz findet jeden Samstag und Sonntag der „Ximen Honglou Kreativmarkt“ statt (seit Juli 2007 bis heute), während der Südplatz ein seltenes Außenbargebiet in Taiwan ist, das hauptsächlich die LGBTQ+-Gemeinschaft bedient14.
📝 Kuratorische Anmerkung: Die Entstehung des LGBTQ+-Bargebiets ist ein Unfall nach dem Umbau des Honglou im Jahr 2003. Früher war der Honglou noch ein Zirkustheater, und da er in der Nähe des neu eröffneten Parks von 1899 (heutiger 228-Friedenspark) lag, verweilten ältere LGBTQ+-Gemeinschaften hier aufgrund der günstigen Ticketpreise und der schlechten Auslastung14. Nach Abschluss des Umbaus im Jahr 2003 siedelten sich einige LGBTQ+-Bars auf dem Nordplatz an. Die Geschäfte des Honglou haben bewusst die Bars nach draußen verlegt – ein Barkeeper sagte gegenüber den Medien: „Die Aufgabe der Geschäfte hier in Ximending ist es, die LGBTQ+-Gemeinschaft aus dem Innenraum hinaus in die Sonne zu bringen und das Geheimnis der LGBTQ+-Bars aufzubrechen, damit sie nicht mehr nur für Eingeweihte zugänglich sind“15. Der jährliche LGBTQ+-Marsch geht jedes Jahr vom Kaidao zum Honglou, wobei im Jahr 2024 etwa 200.000 Zuschauer anwesend waren15. Ein Ziegelgebäude, das von einem japanischen Architekten im Jahr 1908 entworfen wurde, ist im 21. Jahrhundert zu einem der wichtigsten städtischen Räume für die LGBTQ+-Bewegung in Taiwan geworden – diese Geschichte ist komplizierter als jeder Roman.
Das „nicht mehr existierende“ Stadtbild des Zhonghua-Einkaufszentrums
Wenn man jemanden fragt, der in den 1970er Jahren in Ximending studiert hat, wie Ximending aussah, würde er eine Sache nennen: das Zhonghua-Einkaufszentrum.
Nach dem Rückzug der Regierung der Republik China nach Taiwan im Jahr 1949 erweiterte sich der Bereich von Ximending nach Osten und entlang der durch die Qing-Dynastie angelegten Eisenbahn (von Taipei Bahnhof im Norden bis Wanhua im Süden) wurden zahlreiche illegale Bauten errichtet, um Soldatenfamilien und Einwanderer unterzubringen. Diese illegalen Zonen waren hygienisch mangelhaft, dicht besiedelt und häufig von Bränden betroffen. In den 1960er Jahren beschloss die Stadtverwaltung von Taipei eine Sanierung – die illegalen Bauten östlich der Eisenbahn wurden abgerissen, um einen zusammenhängenden Einkaufskomplex für diese Händler zu errichten.
Am 1. Juli 1960 begann der Bau des Zhonghua-Einkaufszentrums 3. „Entlang der Ostseite der Eisenbahn durch die Zhonghua-Straße, unter Nutzung des Raumes neben dem Gleisbett der ursprünglichen Dreigleisstrecke“ 3, erstreckte sich das Zentrum vom Kreuzungspunkt Weststraße/Zhongxiao bis zum Kreuzungspunkt Xiguo (Patriotische Straße) im Süden über insgesamt 1.171 Meter. Die acht dreistöckigen, langgestreckten zusammenhängenden Gebäude wurden von Nord nach Süd nacheinander mit den Namen „Bade“, benannt – Zhong, Xiao, Ren, Ai, Xin, Yi, He, Ping 3. Am 22. April 1961 wurde das „einzelne Gebäudekonstrukt in langgestreckter Form, bestehend aus einer Reihe zusammenhängender Gebäude mit acht Stockwerken, offiziell fertiggestellt“ 3, und insgesamt 1.644 Stände eröffneten 3.
Das Zhonghua-Einkaufszentrum war ein materieller Treffpunkt für die kleinen Geschäfte der ehemaligen Overseas-Taiwaner (die aus dem chinesischen Festland stammten). Die beiden Gebäude im Norden von Zhongxiao lagen nahe am alten Taipei Bahnhof und verkauften elektronische Bauteile und Computerkomponenten (hier entstand in den 1980er Jahren die erste Computerstraße Taiwans); der Mittelteil Ren-Ai-Xin-Yi beherbergte Kaufhäuser, Buchläden und Plattenläden; das Xin-Gebäude hatte die im Jahr 1961 gegründete Columbia Records, deren „Ausstellungsvitrinen mit Prominentenbildern und der Verkauf von Schallplatten ein besonderes Merkmal des Ladens waren“ 3. Auch Global Records und Jiajia Records befanden sich in der Nähe und waren ein heiliger Ort für Musikliebhaber aus den 60er und 80er Jahren in Taiwan; im Gebäude Yi, Nummer 1, eröffnete 1962 „Dim Sum World“, das frische Hackbällchen und gedämpfte Dumplings verkaufte, und die quadratischen Holztische und Stühle, die dort in 45-Grad-Winkel angeordnet waren, wurden später zu einer städtischen Legende; im zweiten Stock eröffnete der General Chang Ti'an im Jahr 1962 das „Beijing Roast Duck Restaurant“, das für seine Peking-Schwarzkuchenenten berühmt war 3.
📝 Kuratorennotiz: Die Benennungslogik der acht Gebäude verdient einen Moment der Betrachtung. „Zhong, Xiao, Ren, Ai, Xin, Yi, He, Ping“ – dies ist das moralische Motto des Kuomintang aus der New Life Movement von 1934, das in den 1960er Jahren nach dem Krieg direkt als Gebäudenamen übernommen wurde. Ein Einkaufszentrum, das entlang der Ostseite der Eisenbahn, die von den Japanern hinterlassen wurde, gebaut wurde, trug die konfuzianische Moralreihe der Republik China nach dem Krieg. Am selben Ort gab es 1908 einen Ziegelmarkt des japanischen Imperiums und 1961 ein moralisches Einkaufszentrum der Republik China – zwei ideologische Stadtbilder, geschichtet auf diesem Stück Land in Ximending.
In den 1980er Jahren, mit dem Aufkommen der Industrie für persönliche Computer, wandelten die Elektronikgeschäfte im Zhongxiao-Gebäude zu Verkäufern von Computersoftware und -hardware um und wurden zu einem der frühesten Einzelhandelsknotenpunkte der PC-Industrie Taiwans. Doch das Zeitalter der Eisenbahn neigte sich dem Ende zu. Nach der Planung zur Untergrundführung der Bahn in Taipei in den 1980er Jahren musste die Eisenbahn entlang der Zhonghua-Straße unterirdisch verlegt werden, und der ursprüngliche Gleisraum sollte dem städtischen Straßennetz zurückgegeben werden. Das Problem war: Die acht Gebäude des Zhonghua-Einkaufszentrums standen genau auf dem Dreigleisbereich östlich der Eisenbahn.
Am 20. Oktober 1992 befahl Bürgermeister Huang Dazhou den Abriss des Zhonghua-Einkaufszentrums. Das erste Gebäude (Zhong) wurde an diesem Tag abgerissen, am 23. Oktober wurden die Gebäude Xiao und Ren abgetragen, am 27. Oktober die Gebäude Ai und Xin, und am 30. Oktober wurden die letzten drei Gebäude Yi und Ping am selben Tag zu Boden geräumt – das 31 Jahre alte Einkaufszentrum wurde in 10 Tagen abgerissen 3. Die Händler der ursprünglichen 1.644 Stände zogen teilweise in das „Taipei Underground Mall“ weiter, das 2000 fertiggestellt wurde, um Geschäfte fortzusetzen, aber dieses materielle Stadtbild – 1.171 Meter lang, in Bade-Reihenfolge, dreistöckig und zusammenhängend entlang der Eisenbahn – existierte danach nur noch auf Fotos.
📝 Kuratorennotiz: Das Zhonghua-Einkaufszentrum ist ein Paradebeispiel für ein „nicht mehr existierendes Stadtbild“. Als es 1992 abgerissen wurde, war das Cosplay von heute (die 18-Jährigen) noch nicht geboren. Wenn sie durch die Zhonghua-Straße gehen, sehen sie die Allee mit Bäumen, die 1999 fertiggestellt wurde 16, und nicht die acht Gebäude von 1961 bis 1992. Doch für Taiwanesen über 50 bleibt das Zhonghua-Einkaufszentrum immer noch der Mittelpunkt ihrer mentalen Karte von Ximending. Wu Mingyi’s Roman „Der Zauberer auf der Brücke“ aus dem Jahr 2011 nutzt die Zhonghua-Einkaufszone der 1980er Jahre als zeitlichen und räumlichen Hintergrund, und die gleichnamige Fernsehserie im Jahr 2021 rekonstruierte das Set des Zhonghua-Einkaufszentrums in 95%iger Proportion – ein Stadtbild, das erst 30 Jahre nach seinem Abriss durch Literatur und Theater wieder wahrgenommen werden konnte 17. Die Trauer Taiwans um „verlorenen städtischen Raum“ ist häufiger als die tatsächliche Stadtplanung.
Drei Orte, die Einheimische Ihnen zeigen würden
Die Touristen kennen das Ximen Honglou. Aber die wahre Textur von Ximending findet sich in den drei Geschäften, die kurz nach dem Krieg eröffnet wurden.
Mei Guan Yuan Japanisches Restaurant (No. 36 Emei Street). Es wurde 1946 von Chang Liangtie gegründet und ist das älteste taiwanesische japanische Restaurant in Ximending. Der Gründer stammte aus Yuanlin, war während der japanischen Kolonialzeit nach Taipei gezogen und lernte die Kochkunst im "Liuwu" Japanischen Restaurant in Wanhua18. Nach dem Krieg eröffnete er 1946 sein eigenes "Mei Guan Shidao", das später nach Emei Street umgezogen und zu „Mei Guan Yuan“ umbenannt wurde18. Von einem jungen Mann aus Yuanlin, der seine Heimat verließ, um eine Ausbildung zu absolvieren und danach ein Geschäft zu gründen, bis zur dritten Generation im Jahr 2026, die drei Filialen in derselben Straße betreibt – seit 80 Jahren ohne Umzug, mit einer Menükarte im traditionellen taiwanesischen Handschriftenstil und einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das dem von vor 70 Jahren entspricht. Die Existenz von Mei Guan Yuan erklärt etwas: Nachkriegs-Ximending wurde nicht nur von der Kultur der ausländischen Siedler dominiert; auch lokale Minnaner betrieben hier seit 80 Jahren ein Geschäft, das nie geschlossen hat.
Fengda Kaffee (No. 42 Chengdu Road). Es wurde 1956 gegründet und ist eines der ältesten Cafés in Wanhua19. Der erste Besitzer betrieb ursprünglich einen Honighandel und verkaufte Honig mit Kaffee und Tee; später wechselte er zum reinen Kaffeegeschäft, wobei der Name „Feng“ (Biene) erhalten blieb. Was in Fengda am beliebtesten ist, sind nicht die Kaffees – sondern die chinesischen Handkekse im transparenten Schaufenster, insbesondere „Walnusskeks“ und „Abalone-Keks“, die Orte für Verabredungen der Großeltern waren19. Im Jahr 2010 wählte USA Today in seiner Reiseausgabe zehn Städte aus, die sich am besten zum Kaffee trinken eignen; Taipei war auf Platz zehn vertreten, was es zur einzigen asiatischen Stadt machte. Die beiden Geschäfte, die speziell erwähnt wurden, waren Fengda und Baden19. Ein Café, das seit 1956 nach dem Krieg ohne Renovierung, ohne Umzug und ohne Preiserhöhung für Walnusskekse an der Chengdu Road steht.
A-Zong Mianxian (Ecke Emei Street). Es wurde 1975 gegründet und ist ein Vertreter der Kultur des Steh-Essens in Ximending20. Der erste Besitzer war ursprünglich Regisseur in der Filmbranche; als die Film- und Medienindustrie in den 1970er Jahren schlechte Zeiten hatte, wechselte er zum Verkauf von Oktopus-Suppe, was ebenfalls nicht gut lief. Die Tante des Ehemanns gab ihm das Geheimrezept für Innereiennudeln – und so wurde A-Zong Mianxian in Ximending 50 Jahre lang berühmt20. Das Geschäft hat keine Sitzplätze; alle Gäste stehen mit Pappschalen vor der Tür, was zu einem typischen Bild der Ximending-Touristen führte. Aber die wahre Geschichte von A-Zong ist nicht touristisch – es geht um einen Regisseur, der zum Nudelseller wurde und 51 Jahre lang in Ximending mit dem taiwanesischen „Steh-Ess“-Stil überlebt hat.
Nachdem man diese drei besucht hat, versteht man die wahre Textur von Ximending. Die Touristen stürmen zu Honglou und A-Zong Mianxian – sie sehen nur die Oberfläche. Das Ximending der Einheimischen ist Mei Guan Yuan, das seit 80 Jahren nicht umgezogen ist; Fengda, das seit 70 Jahren nicht renoviert wurde; A-Zong, das seit 50 Jahren im Stehen gegessen wird – drei kleine taiwanesische Unternehmen, die vom Nachkriegszeitalter bis zur Gegenwart reichen und an ihrem ursprünglichen Platz stehen.
📝 Kuratorennotiz: Ximending steht unter großem touristischem Druck – im August 2024 wurden 2,21 Millionen Besucher in diesem Geschäftsviertel registriert21, wobei die Miete auf der Chengdu Road einen neuen Höchststand von 17.700 NTD pro Quadratmeter und Monat erreichte21. Unter diesem kapitalistischen Druck ist es außergewöhnlich, dass Mei Guan Yuan, Fengda und A-Zong seit 50 bis 80 Jahren an Ort und Stelle bestehen konnten. Warum? Weil sie keine Geschäfte sind, die „Tourismus bedienen“ – sie waren hier, bevor der Tourismus kam; ihre Existenz ist mit dem Schicksal von Ximending verbunden. Wenn das Kapital versucht, diese Straße in ein weiteres Xinyi District zu verwandeln, sind sie physische „Immobilien“ – die Touristen kommen und gehen, aber sie stehen seit 80 Jahren am selben Platz. Dieses „Nicht-Bewegen“ ist das, was Taiwan.md bewahren möchte.
Nach 1999: Die Straßen wurden langsamer, die Menschen zahlreicher

Graffiti der blauen Wand im Filmthemenpark Ximending. Foto: eazytraveler, 2010-02-13. Lizenz über Wikimedia Commons (CC BY 2.0).
Die zweite große Transformation von Ximending fand Ende der 1990er Jahre statt.
Die 1980er Jahre waren die Blütezeit der Filmstraße in Ximending — zu dieser Zeit eröffneten rund um das Viertel insgesamt 37 Kinos22, und nur in der zweiten Straße von Wuchang (武昌街二段) konzentrierten sich zehn Kinos, was sie zur „Kinoallee“ machte. Am 2. August 1964 eröffnete das Lesheng Theater (樂聲戲院), mit 1680 Sitzen, einem amerikanischen 70-mm-Projektor und 6-Kanal-Stereoanlage; es war damals das größte Kino in ganz Taiwan23. Im Jahr 1965 eröffnete das Guobin Theater (國賓戲院), und im Jahr 1968 eröffnete das heutige Theater im Wanqi Building auf Emei Street (峨眉街)24, zusammen mit dem Wannan Department Store (萬年商業大樓), der am 6. Oktober 1973 eröffnete (mit 2 Stockwerken unter der Erde und 10 oberirdischen Geschossen, in denen 200 Geschäfte eröffneten)25, und dem Lai Lai Department Store (來來百貨), der 1978 von der KMT-Gruppe eröffnet wurde (das erste moderne Kaufhaus Taiwans)26 — das gesamte Ximending war in den 1970er und 1980er Jahren das dichteste Konsumviertel Taiwans.
Die Jahre 1985 bis 1992 waren die Goldene Ära von MTV. Im Jahr 1986 wurde das U2 Kino eröffnet27, und im Jahr 1987 eröffnete U2 eine Filiale in der Chengdu Road (成都路) des Ximending-Viertels. Die Jugendlichen in Taiwan hatten zum ersten Mal einen privaten Raum, den sie „außen auch abschließen konnten“ — Studenten während der Kriegsrechtszeit nutzten MTV-Pakete für 100 Yuan, um in kleine Boxen zu gehen und illegale Kopien von Filmen von Nagisa Oshima, Buñuel oder Wong Kar-wai anzusehen, um dem Blick der Eltern und der Aufsicht zu entgehen. In derselben Zeit erreichte auch die „Hongbao“-Kultur (rote Umschläge) ihren Höhepunkt in Ximending — in den 1980er Jahren gab es bis zu 16 oder 17 Hongbao-Bars, die gleichzeitig operierten28. Heimkehrer aus dem Militärdienst von außerhalb der Inselgruppe hörten hier alte Lieder und erinnerten sich an Shanghai und Peking, in denen sie aufgetogen waren, und reichten die roten Umschläge den Sängern zu, die von der Bühne gingen — 30 Jahre vor den heutigen Live-Spenden28.
Doch diese Blütezeit begann Ende der 1990er Jahre zu schwinden. Kapital floss in East District (東區) und Xinyi Planning Area (信義計畫區), und Ximending trat in die „zehnjährige Dunkelphase“ ein, wie sie von den Medien beschrieben wurde — Kinos schlossen nach und nach, Lai Lai Department Store wechselte im 1990er Jahr Besitzer, das First Department Store (第一百貨) verfiel, und der Lai Lai Department Store schloss schließlich 201326. Nachdem das Chung Hua Department Store (中華商場) 1992 abgerissen wurde, verschwand der „Schwerpunkt“ dieser Straße.
Im Jahr 1998 legte die Stadtverwaltung von Taipei den „Masterplan zur Verbesserung der gesamten Umgebung des Ximending-Fußgängerbereichs“ vor und plante, das Ximending von einer chaotischen Einkaufsstraße zu einem der ersten großen Fußgängerzonen in ganz Taipeh zu machen4. Im Jahr 1999 wurde die neue Fußgängerzone offiziell fertiggestellt. Der Kontrollbereich umfasste Hanzhong Street (vom Ausgang 6 der Ximen MRT Station bis zur Hankou Street), die zweite Straße von Wuchang (von Zhonghua Road bis Kangding Road) und Emei Street (von Zhonghua Road bis Xining South Road), insgesamt etwa 1,1 Kilometer4. Am 21. Juli desselben Jahres wurde der unterirdische Nordausgang der Wanban Eisenbahn fertiggestellt; die Gleise des ehemaligen Chung Hua Department Store wurden unterirdisch vergraben, und die Oberfläche wurde zur Allee entlang der Zhonghua Road16. Am 24. Dezember 1999 nahm die Banan MRT Linie „市政府-龍山寺“ (Stadtverwaltung – Longshan Temple) Betrieb auf, und die Ximen Station wurde offiziell in Betrieb genommen29.
Von diesem Zeitpunkt an wurde die physische Struktur von Ximending grundlegend neu gestaltet — die Eisenbahn verschwand, die Zhonghua Road wurde zur Allee, der Fußgängerbereich wurde definiert, und die unterirdische U-Bahn zog Menschen aus allen Richtungen an. Das Kapital kehrte nicht sofort zurück, aber die jungen Leute kamen zurück — denn das Merkmal des Fußgängerbereichs war „keine Autos, keine Hierarchie, kein Urteil“, was genau die materiellen Bedingungen waren, die die Subkultur der Jugend in Taiwan benötigte.
Ende der 1990er Jahre begann sich amerikanische Straßenkultur in Ximending zu etablieren. Secondhand-Läden, Hip-Hop-Marken und Skate-Shops eröffneten an den Gassen von Kunming Street (昆明街) 9630; im Jahr 2001 veranstaltete das Modegeschäft „Doobiest“ (杜比斯) zum ersten Mal ein „Street Culture Festival“, bei dem die vier Elemente des Hip-Hop (MC, DJ, Breaking, Graffiti) auf einer Gasse in Ximending zusammenkamen30; zur gleichen Zeit begannen Cosplayer, am Wochenende vor Honglou zu fotografieren, Skater konzentrierten sich im Filmthemenpark und Tattoo-Läden eröffneten in den Seitenstraßen — Ximending wandelte sich von einer Kinoallee zu einem Zentrum der Subkultur.
📝 Kuratorentipp: Die materiellen Grundlagen des kulturellen Zustroms nach den 1990er Jahren verdienen Analyse. Warum wählten die Subkulturen diesen Ort und nicht East District oder Xinyi? Drei physische Bedingungen: (1) Der Fußgängerbereich bedeutete keine Autos, hohe Menschendichte und großen Aktionsraum; (2) Die niedrigen Durchschnittspreise der Gewerbeimmobilien nach dem Abriss des Chung Hua Department Store machten die Mieten günstig (im Vergleich zu Xinyi und East District); (3) Die dichten Gassenstrukturen boten Lebensräume für Aktivitäten wie Tätowierungen, Cosplay-Aufnahmen, Skateboarding und Graffiti, die „kleinen Raum + keine Überwachung“ erforderten. Die materielle Grundlage aus drei historischen Schichten – die dichten Gassen, die nach dem Krieg verbliebenen Eisenbahnkorridore und die Gewerbeimmobilien mit niedriger Durchschnittspreisstruktur der 1990er Jahre – ermöglichte es der Subkultur nach 2000, hier Wurzeln zu schlagen. Die geographische Trägheit von 100 Jahren hat das heutige Ximending geformt.
Nach den 2010er Jahren förderte die Stadtverwaltung von Taipei aktiv die kulturelle Ausrichtung — ab 2013 fand jedes Jahr im September das „Ximen Fun Festival Cosplay Showdown in Ximending“ statt31, und seit 2007 veranstaltete Ximen Honglou (西門紅樓) jedes Wochenende einen Kreativmarkt, während die Werkstatt 16 des Kreuztowers (十字樓) 2016 zu einem Wohn-Kultur-Kaufhaus umgewandelt wurde13. In den 2020er Jahren stammen die Touristenströme in Ximending hauptsächlich aus Korea, Japan, Hongkong und der chinesischen Diaspora im Ausland — im Monat 8 von 2024 wurden bereits 2,021 Millionen Besucher erreicht, was doppelt so viel ist wie bei Taipei 10121. Die koreanischen Touristen dominierten die Nationalitätsliste in einem TESCO-Geschäft in Guilin; sie aßen, kauften Kosmetika und machten Fotos in Ximending und lebten mit den jungen Einheimischen im Fußgängerbereich zusammen32.
Jugendliche auf derselben Straße seit 130 Jahren

Ximending Fußgängerzone an einem Weihnachtsabend im Dezember 2022. Foto: Mianhang de Rensheng (KUO TUNG YU), 14.12.2022. Lizenz über Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0).
Am 18. Oktober 1908 war der erste Tag des Marktes in Ximen. Ein 18jähriger lokaler Minnan-Jugendlicher ging mit seinen Eltern durch das Tor des Achteckgebäudes, entworfen von Kondō Jūrō, und sah japanische Händler, die Gewürze verkauften, die er noch nie gesehen hatte. Er wusste nicht, dass dieses Ziegelgebäude hier 100 Jahre stehen würde.
An einem Sommer im Jahr 1972 wurde eine 17jährige Lin Qingxia in Ximending von einer Talentagentin namens Yang Qi angehalten, als sie mit Mitschülern maßgeschneiderte Hosen holte – an diesem Nachmittag bekam sie die Hose nicht, aber sie erhielt ein Casting für „Jenseits des Fensters“ (Chuāngwài), das am 24. August 1973 veröffentlicht wurde, und sie wurde zum Synonym für Qiong Yao-Filme33.
Nach der Schule im Jahr 1985 schlichen eine Gruppe von Highschoolkindern mit einem Gutschein für 100 Yuan in einen kleinen VIP-Raum des U2 und sahen einen französischen Nouvelle Vague Film, den ihre Eltern ihnen nicht zeigen würden. Die Welt im Film war völlig anders als die der unter Kriegsrecht stehenden Taiwaner, aber diese schließbare Tür ließ sie glauben, dass es andere Möglichkeiten gab27.
Am 24. Dezember 1999, dem Tag der Eröffnung der Banan-Linie des U-Bahn-Systems, betraten Jugendliche aus Ximen Station die neu definierte Fußgängerzone von weniger als drei Monaten und stellten fest, dass die Eisenbahn auf Zhonghua Road verschwunden war – sie war zu einer Allee geworden. Sie erinnerten sich nicht an das Aussehen des Chung Hua Department Store, aber sie sahen eine Straße ohne Autos, in der man mitten stehen konnte429.
An einem Samstag Nachmittag im Jahr 2024 arrangierte ein 18jähriges Mädchen vor der Ziegelwand von Ximen Honglou Südplatz ihren Lolita-Tüllrock. Sie wusste nicht, dass dieses Ziegelgebäude vor 130 Jahren vom Japaner gestaltet wurde, um einen Markt zu bauen, ähnlich dem Senso-ji in Tokio; sie wusste nicht, dass die Zhonghua Road 1,1 Kilometer gegenüber vor 30 Jahren acht Chung Hua Department Stores beherbergtete; und sie wusste nicht, dass der Boden, auf dem sie stand, vor 50 Jahren eine Filmstraße und vor 20 Jahren ein elektronisches Tanzparty-Gelände war.
Sie wusste nur – hier ist Ximen. Am Wochenende kommt sie mit ihren Freunden hierher, um Fotos zu machen.
✦ „Der Name Ximending stammt von dem administrativen Bezirk, der 1922 bei der Gründung von Taipei durch die japanische Kolonialverwaltung festgelegt wurde“8. Ein Stadtname, den das japanische Kaiserreich im Jahr 1922 festlegte, ist bis heute ein vertrauter Bezugspunkt für alle 18jährigen Jugendlichen in Taipeh im Jahr 2026. Die Japaner sind seit 80 Jahren weg, aber der Name Ximending ist geblieben.
Der Kernkonflikt von Ximen liegt darin: Dieses Vergnügungsgebiet, das die japanische Kolonialverwaltung 1896 für ihre eigenen Leute geplant hatte, wurde nach 100 Jahren zum unverzichtbaren Subkulturraum der lokalen Jugend in Taiwan. Die materielle Rezeptur, die ursprünglich ein „Konsumraum des Anderen“ war – dichte Gassen, niedrige Hürden, keine Klassendiskriminierung, fußläufig erreichbar, nahe einem Verkehrsknotenpunkt – bot den Subkulturen Taiwans nach den 1990er Jahren (Cosplay, Hip-Hop, Skateboarding, Tätowierungen, Homosexualität, Streetwear) einen Lebensraum.
Das Xinyi-Gebiet ist der erwachsene Bereich, der in den 2000er Jahren durch die Kapitalplanung geschaffen wurde; das Dongqu ist der Mittelklassebereich, der durch den Luxushandel der 1990er Jahre entstand; und Taodongcheng ist das historische Viertel, das vom Teehandel seit 1860 getragen wird. Nur Ximen liegt – ein „junges Vergnügungsgebiet“, das die Japaner 1896 hinterließen, und es lässt sich nach 130 Jahren nicht verändern. Fünf Generationen von Jugendlichen würden es nicht schaffen.
Wenn Sie also jemals durch das Achteckgebäude in Ximen Honglou gehen, halten Sie 30 Sekunden an und schauen Sie auf dieses Ziegelgebäude. Der Boden unter Ihren Füßen war vor 130 Jahren ein Markt für die Japaner; heute macht eine 18jährige taiwanesische Jugendliche hier Cosplay. Unter demselben Himmel haben sich 130 Jahre nicht verändert.
Weiterführende Lektüre:
- Rauzimmer in Taipeh: Eine atmende Glaskapsel in der rauchfreien Stadt — Das erste Außen-Unterdruck-Rauzimmer in ganz Taiwan, direkt an der U-Bahn-Ausgangsstraße von Ximen.
- Taipei: Drei Zeiten in einer Stadt, Longshan Temple 1738 blickt auf Taipei 101 2004 — Die Position von Ximending im Bezirk 12 und die Parallele zu den Zeitlinien Wanhua, Taodongcheng und Xinyi.
- Taiwanische Animekultur — Warum Cosplay am Wochenende vor Ximen Honglou stattfindet und der Zusammenhang mit dem Ursprung des Animefestivals im Jahr 1999.
- Street Art und Graffiti-Kultur in Taiwan — Die Verbindung zwischen den blauen Wänden des Filmthemenparks in Ximending und der Entstehung der Straßenkultur nach der Aufhebung des Kriegsrechts in Taiwan.
- Alte Stadtviertel und Geschäftsbezirke in Taiwan — Der strukturelle Unterschied von Ximen als japanisch geplantes Vergnügungsgebiet zu den alten Städten (Lukang, Wanhua, Taodongcheng).
- Wanhua — Ein Geschwisterviertel aus derselben Charge; neben Ximending, das die Japaner 1896 planten, war Wanhua der belebteste Hafen Nordtaiwans während der Qing-Dynastie.
- Taodongcheng — Ein Geschwisterviertel aus derselben Charge; ein aufstrebender Teehandelsbezirk nach 1853, mit einer anderen „Geburtszeit“ als das japanisch geplante Vergnügungsgebiet Ximen.
- Zhongshan North Road — Die Allee des „Kaiserlichen Botenstraßen“-Plans von 1898, die zum Lin Forest Shrine in Yuanlin führt, und ein gleichzeitiges japanisches Stadtexperiment, das einen völlig anderen Verlauf nahm als Ximen.
Bildquellen
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- Ximen Honglou Achteckturm.jpg — Foto: Outlookxp, 16. August 2021, CC BY-SA 4.0
- South_Plaza,\_Red_House_Theater_20130425.jpg — Foto: Asacyan, 25. April 2013, CC BY-SA 3.0
- Ximending_rainbow_crossing_201910.jpg — Foto: Volksabstimmung, 28. September 2019, CC BY-SA 2.0
- 2010-02-13_Blue_wall_with_graffiti_in_Ximending.jpg — Foto: eazytraveler, 13. Februar 2010, CC BY 2.0
- Christmas_lights_at_Ximending_20221214.jpg — Foto: 迷惘的人生 (KUO TUNG YU), 14. Dezember 2022, CC BY-SA 2.0
Referenzen
- Ximen Honglou - Wikipedia — Der Artikel über Ximen Honglou enthält Kernfakten wie die Bauzeit ("Bauzeit: Meiji 41 in Taiwan unter japanischer Herrschaft (1908)"), die Entwürfe von Kondō Jūrō, die Zusammensetzung aus dem Achteckturm und dem Kreuzturm, den offiziellen Beginn des Betriebs am 18. Oktober 1908, den Brand des Ximen-Marktes in der Nacht vom 22. Juli 2000, bei dem der Kreuzturm und drei Tausend Quadratmeter mit über zweihundert Ständen innerhalb einerinhalb Stunden niederbrannten, und die Eröffnung des Huayuan Theaters am 14. März 1949 sowie die Umwandlung der Honglou in ein Theater im Jahr 1958.↩234567
- Ximending - Wikipedia — Der Artikel über Ximending beschreibt den Hintergrund der Stadtentwicklung, bei der entschieden wurde, eine Freizeit- und Handelszone nach dem japanischen Senso-Distrikt in Tokio zu gründen, sowie die zeitliche Abfolge früher Unterhaltungseinrichtungen wie das Theater Tokyo Tei von 1895, das Taipei Za von 1897 in Xinquengang Street, das Rongza von 1902 in Ximenwai Street und den Achteckturm von 1908.↩2
- Chungking Mansions - Wikipedia — Der Artikel über die Chungking Mansions beschreibt die Abriss- und Bauarbeiten, die am 1. Juli 1960 begannen, und den offiziellen Fertigstellung der acht dreistöckigen Gebäude in einer zusammenhängenden Reihe am 22. April 1961. Die Gebäude wurden östlich der Eisenbahn entlang der Chunghua Road errichtet und nutzten den Raum neben dem Gleisbett der ursprünglichen Dreigleisstrecke. Die achtteilige, dreistöckige Einkaufszentrumskomplex wurde von Norden (Kreuzung Zhongxiao West Rd.) nach Süden (Kreuzung Aiguo West Rd.) mit dem Namen 'Bade' benannt und umfasst die Türme Zhong, Xiao, Ren, Ai, Xin, Yi, He und Ping. Insgesamt gibt es 1644 Geschäfte. Details zum Abriss vom 20. bis 30. Oktober 1992 werden genannt, zusammen mit Aufzeichnungen von Läden wie 'Columbia Records' (gegründet 1961, mit Sternenfotos in den Schaukästen) und 'Dim Sum World' (gegründet 1962, nordische Nudelgerichte wie gebratene Teigtaschen und gedämpfte Dumplings) und 'Zhenbei Restaurant' (gegründet von General Chang Ti'an im Jahr 1962).↩23456789
- Offizielle Website des Ximending-Fußgängerzonenentwicklungsvereins — Der Bereich der Fußgängerzone wird als das Gebiet zwischen 'Chunghua Road', 'Kangding Road', 'Chengdu Road' und 'Hankou Street' beschrieben. Die Fußgängerzone wurde 1999 fertiggestellt und umfasst die Straßen Hanzhong, Wuchang und Emei, mit einer Gesamtlänge von etwa 1,1 Kilometern.↩234
- Geschichte der Stadtverwaltung Taipei - Taipei City Government — Die offizielle Website des Taipei City Governments zitiert wortgetreu die historische Aufzeichnung, dass im Jahr 1884 die Stadtmauer von Taipei fertiggestellt wurde und fünf Stadttore wie das Osttor, Westtor, Südtor, Kleines Südtor und Nordtor errichtet wurden.↩
- Westtor der Stadtverwaltung Taipei - Wikipedia — Der Artikel über das Baogeng-Tor beschreibt die Benennung mit dem Sinn von 'Schatzleistung', den Bau im Jahr 1882 und die Fertigstellung im Jahr 1884. Es war das einzige Tor, das 1904 vom japanischen Verwaltungsgouvernement abgerissen wurde und dies führte zu einem Widerstand der Mangka-Kaufleute, woraufhin Kondō Shinpei beschloss, die verbleibenden vier Tore stehenzulassen.↩2
- Ximen Market (Taipei) - Wikipedia — Der Artikel über den Ximen Market beschreibt die Errichtung des Ximen Markets ('Xinquengang Street Market') im September 1896 als Vorläufer eines neuen Marktes in Taiwan, der hauptsächlich alltägliche Bedürfnisse japanischer Einwanderer versorgte. Der Bau des Ziegelgebäudes begann im April 1908 und wurde im November oder Dezember desselben Jahres fertiggestellt.↩
- Herkunft des Namens Ximending - Wikipedia, Artikel über Ximending — Wikipedia beschreibt wortgetreu, dass der Name Ximending aus dem administrativen Bezirk stammt, der 1922 bei der Gründung von Taipei City unter japanischer Herrschaft neu festgelegt wurde – Ximen-Distrikt. Der Bereich um Chengdu Road, der heute als Ximending bekannt ist, umfasst die ursprünglichen Bezirke Xinqi, Ruozhu, Mohe, Shou, Tsukiji, Bin und Yuan'en. Die heutige Bezeichnung ist weiter gefasst und umfasst auch die Bereiche dieser ehemaligen Stadtteile.↩23
- Kondō Jūrō - Wikipedia — Der Artikel über den japanischen Architekten Kondō Jūrō (geboren 5. April 1877, gestorben 13. März 1946) beschreibt seine Ankunft in Taiwan nach seinem Abschluss an der Tokyo Imperial University für Architektur im Jahr 1904 und seine Tätigkeit bei der Bauabteilung des Gouverneursamtes für 20 Jahre. Zu seinen Werken gehören der Ximen Market (Ximen Honglou), das alte Taipei Medical College, die Jianuo Mittelschule und die Keelung Postfiliale. Er folgte dem Stil der späten europäischen Renaissance durch Qosaya Kondō (ein Kommilitone von Tanno Kengo).↩2
- Offizielle Seite des Achteckturms von Ximen Honglou — Die offizielle Beschreibung von Ximen Honglou besagt, dass das achteckige Gebäude mit dem 'Achteck-Muster' als Eingang für den Markt konzipiert ist ('Zusammenkommen aus acht Richtungen'), und die kreuzförmige Struktur ist ein charakteristisches Merkmal des Hauptmarktes. Jede Fassade hat eine genaue Achteckform, und es wurde 1908 als der erste staatlich errichtete öffentliche Markt in Taiwan gebaut.↩2
- Göttliche Konstruktion zur Abwehr böser Geister? Der ursprüngliche japanische Friedhof von Ximen Honglou: Das achteckige Kreuz 'Vereinigung von Ost und West' - Sanli News Net — Der Bericht berichtet über die lokale Legende, dass das Haupttor des Achteckturms von Ximen Honglou böse Geister im Nordosten abwehren soll. Architekturschüler Li Qianlang betont jedoch, dass 'keine offiziellen Dokumente dies belegen'. Die Umgebung des Ximen Markets war in der Qing-Dynastie tatsächlich ein sumpfiges Gebiet mit Gräbern.↩2
- National Cultural Heritage Database Ministerium für Kultur - Artikel über Ximen Honglou — Die offizielle Aufzeichnung der Nationalen Kulturerbestätten des Ministeriums für Kultur besagt, dass Ximen Honglou am 20. Februar 1997 vom Innenministerium als Kulturgut der dritten Klasse (städtisches Kulturgut) eingestuft wurde und es sich um das am vollständigsten erhaltene dreiklassige Markthaus in Taiwan handelt.↩2
- Offizielle Vorstellung des Ximen Honglou 16 Workshops — Der Kreuzturm der Ximen Honglou beherbergt die 16 Werkstätten, die am 6. Januar 2016 vom Kulturamt und dem Kulturfonds von Taipei gemeinsam als 'Lebenskunst-Einkaufszentrum' festgelegt wurden. Es verwendet das Konzept eines Select Shop und lädt oder bewertet hochwertige kulturelle Marken Taiwans zur Ansiedlung ein. Nach der Wiedereröffnung betreiben über zwei Dutzend kulturelle Marken dort Geschäfte.↩2
- Warum ist 'Honglou' ein Treffpunkt für Homosexuelle? - pixnet — Ein Blog-Tiefenanalyse der LGBTQ-Geschichte von Ximen Honglou; die frühe Doppelfilmtheater in Honglou zog ältere homosexuelle Besucher aus anderen Provinzen an, da es nahe dem Neuen Park (heute 228 Peace Park) lag, günstige Eintrittspreise hatte und keine strenge Kontrolle gab; nach der Renovierung von Honglou im Jahr 2003 siedelten sich gleichgeschlechtliche Bars in der Nordplattform von Honglou an.↩2
- GagaTai berichtet: Ximen Honglou-Geschäfte werden zu 'gleichgeschlechtlichen Nachbarn' für 200.000 Menschen — Gagatai berichtet über das Zitat eines Barbesitzers in Ximen Honglou: „Die Aufgabe der Geschäfte hier in Honglou ist es, die Homosexuellen aus dem Inneren nach draußen zu bringen und ihnen zu zeigen, dass sie unter dem Himmel sind, damit die Geheimnisse der gleichgeschlechtlichen Bars enthüllt werden und sie nicht mehr nur Orte für diejenigen sind, die Zugang haben“, sowie den Kontext des Ximen Honglou als Treffpunkt bei der jährlichen Taiwan-Homosexuellenparade mit 200.000 Teilnehmern.↩2
- Projekt zur Untergrundführung der Bahn in Taipei - Wikipedia — Die Pläne zur Untergrundführung der Wanban-Bahn wurden am 14. September 1992 genehmigt; der Nordeingang wurde am 21. Juli 1999 fertiggestellt und eröffnet, und der Südeingang wurde am 31. Oktober 2002 fertiggestellt; die Gleise unter dem ursprünglichen Standort des Chung Hua Department Store wurden in den Boden eingebettet, und die Zhonghua Road wurde zu einer Allee mit drei Gleisen.↩2
- Chung Hua Department Store ist wirklich seltsam! Wu Mingyi's 'Der Zauberer auf der Brücke' - OKAPI — Ein Interview mit Wu Mingyi für die Blog-Zeitschrift Blocket Reading Life, das seine Kindheitserinnerungen von der Wohngegend in Wanhua zum Chung Hua Department Store, wo er einen Schuhladen betrieb und nur drei Pfund Platz hatte, festhält, sowie wie der Roman 'Der Zauberer auf der Brücke' von 2011 und die gleichnamige Flaggschiffserie des CCTV von 2021 den Ruhm des Chung Hua Department Stores in den 1980er Jahren wiederherstellen.↩
- Meikuan Garden japanisches Restaurant 1946 - Offizielle Website — Die offizielle Website von Meikuan Garden gibt an, dass es im Jahr 1946 von Chang Liangtie gegründet wurde; in der japanischen Kolonialzeit lernte ein Einwohner von Yuanlin im Jahr 1934 in Wanhua nach Norden reisen und die Kochkunst des 'Liuwu' japanischen Restaurants erlernen; nach der Gründung des 'Meikuan Restaurant' im Jahr 1946 wurde es an den Ximen Town verlegt und heißt Meikuan Garden, und es gibt drei Geschäfte: das in No. 36 Emei Street, das in No. 47 Lao Er and Lao San und die Filiale in Banqiao.↩2
- Fengda Coffee, ein 60 Jahre altes Traditionsgeschäft - Magu Tu's Leben — Die Geschichte von Fengda Coffee, das im Jahr 1956 unter der Adresse No. 42 Chengdu Road gegründet wurde; es wechselte vom Honiggewerbe zum Kaffee und behielt den Namen 'Feng', die Markenwalnusskekse und Abalone-Kekse bei; es ist eines der beiden Cafés in Taipei, das im weltweiten Top 10 der Kaffeestädte von USA Today im Jahr 2010 besonders empfohlen wurde.↩23
- A-Zong Noodles, ein altes Geschäft aus Ximen Town seit 1975 - Mao Daye Blog — A-Zong Noodles wurde 1975 von einem Regisseur aus der Filmbranche gegründet; nachdem das Geschäftsgeschäft mit Tintenfischsuppen nicht gut lief, übertrug der Schwiegervater die Geheimnisse der Darmnudeln an seine Frau; es ist ein Beispiel für eine Esskultur und die Geschichte des Wartens in einer berühmten Touristenattraktion an der Kreuzung von Chengdu Road und Emei Street.↩2
- Die Top 5 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Taipei sind bekannt: Ximending führt mit über 20 Millionen weit vor Taipei 101 — Ein Bericht von CCTV News berichtet, dass die Statistik des Tourismusmarketingbüros von Taipei für August 2024 zeigt, dass das Geschäftsviertel Ximending im August insgesamt 20.217.071 Besucher angezogen hat, mit über 2,21 Millionen Besuchern nur im Monat August und damit führend unter den Sehenswürdigkeiten Taipeis. Gleichzeitig gab die Taipei Xin Yi Housing eine Statistik von 8 aus 13 Geschäften in der Stadt, deren Miete pro Quadratmeter über 10.000 NTD beträgt, wobei Chengdu Road mit einer monatlichen Miete von 300.000 NTD für ein Geschäft von 16,8 Quadratmetern genannt wird.↩23
- Ximen Movie Street - Taiwan Cinema — Der Eintrag zur Ximen Movie Street, einem Archiv für taiwanesisches Filmmaterial, gibt an, dass die Gegend in ihrer Blütezeit 37 Kinos hatte, und dass zwischen der zweiten Straße von Wuchang Street 6-10 Kinos angesiedelt waren, weshalb sie als 'Kino-Straße' bezeichnet wurde.↩
- Le Sheng Theater - Wikipedia — Das Le Sheng Theater eröffnete am 2. August 1964 in Ximen Town; es verfügte über 1680 Sitze, die mit einem amerikanischen 70mm Projektor und einer 120-Watt-Sechskanal-Stereoanlage ausgestattet waren, und war damals das größte Theater in Taiwan.↩
- Die Geschichte des Aufstiegs und Falls von Jin Ri Department Store (1968-1997) - Jasonblog — Im Jahr 1968 wurde der Wanqi Amusement Building in Emei Street, Ximen Town, fertiggestellt; die Untergeschoss-Ebene und die Etagen Erdgeschoss bis IV wurden an die Jin Ri Corporation vermietet, um den Jin Ri Department Store zu betreiben.↩
- Wan Nian Commercial Building - Wikipedia — Der Wan Nian Commercial Building wurde am 6. Oktober 1973 offiziell eröffnet; er hat insgesamt 12 Stockwerke mit 2 Untergeschossen und 10 Obergeschossen, und es wurden 200 Geschäfte gleichzeitig eröffnet, und er ist bis heute ein bekanntes Wahrzeichen von Ximen Town.↩
- Lai Lai Department Store - Wikipedia — Der Lai Lai Department Store eröffnete im Jahr 1978 in Ximen Town; er war das erste moderne Kaufhaus in Taiwan und ein Modeindikator für Ximen Town in den 70er und 80er Jahren, betrieben von der Koxpo Group.↩2
- U2 Kino Homepage — Das U2 Kino wurde 1986 gegründet und eröffnete im Jahr 1987 in der Chengdu Road des Ximen Shopping Area als das Chengdu Branch; es war eine der repräsentativsten MTV-VIP-Kettenmarken für Jugendliche während der Martial Law Ära in Taiwan.↩2
- Hongbao-Bar Kultur - Ximen Fußgängerzone Entwicklungsförderungsgruppe — Die offizielle Dokumentation der Ximen Fußgängerzone gibt an, dass die Hongbao-Bar Kultur in den 1960er Jahren aufkam und im Höhepunkt der 1980er Jahre 16 bis 17 gleichzeitig betrieben wurden; etwa 30.000 Menschen reisten täglich durch die gesamte Provinz, wobei die Zielgruppe hauptsächlich aus Soldaten und Zivilisten aus anderen Provinzen bestand, was diesen Ort als sozialen Unterhaltungsraum zur Erinnerung an die Vergangenheit betrachtete.↩2
- Ximen Station (Taipei MRT) - Wikipedia — Die Ximen Station wurde am 24. Dezember 1999 offiziell eröffnet und in Betrieb genommen, da sie den Abschnitt '市政府-西門' der Bannan Line und den Abschnitt '西門-龍山寺' der Banqiao Line bedient; die Stationsnummer ist BL11.↩2
- Interkulturelles Lesen: Street Art in Ximending, wo Geschäfte geschlossen sind – Jinsha Cultural Foundation — Die Geschichte der Zusammenkunft von Hip-Hop-Elementen wurde 2001 bei „Doobiest“ (einem Secondhand- und Trendbekleidungsgeschäft) in Gang 96, Kunming Street, Ximending, das seit den 1990er Jahren existiert, beim ersten „Street Culture Festival“ dokumentiert.↩2
- Cosplay Showdown in Ximending – Taipei Travel Net — Das Kulturamt von Taipei veranstaltet seit 2013 jährlich das Event „Ximen Enjoyment Festival Cosplay Showdown Ximending“, bei dem Anime-Fans im Bereich des Ximen Red House und der Fußgängerzone Wettbewerbe abhalten.↩
- Carrefour in Ximending ist ein Muss! Koreanische Touristen „übertreffen die Flaggenanzahl“ – ETtoday — Der Bericht dokumentiert die hohe Dichte koreanischer Besucher im Carrefour Guilin in Ximending, wobei Korea an der Rangliste der Nationalitäten bei den Verkäufen überwältigend gewinnt und koreanische Touristen Carrefour als einen notwendigen Besuchsort in Ximending betrachten.↩
- Song Cunshou – Wikipedia — Im Jahr 1972 drehte Regisseur Song Cunshou den von Qiong Yao adaptierten Film „Outside the Window“, bei dem Lin Qingxia, die gerade mit der Hochschulprüfung in Ximending gescheitert war, vom Talentscout Yang Qi entdeckt und nach einem Casting für die Hauptrolle der Jiang Yanrong ausgewählt wurde; der Film wurde am 24. August 1973 veröffentlicht und ist das erste Filmwerk von Lin Qingxia.↩