Wu Mingyi: Taiwan mit den „doppelten Augen“ zurückschreiben
30-Sekunden-Überblick: Wu Mingyi (geb. 1971) ist Professor für chinesische Literatur an der Dong Hua University und ein Schriftsteller, der die Natur, das städtische Gedächtnis und die Kriegserben Taiwans in einer einzigen Paar Augen festhält. Mit Insekten, Eisenpferden, verschwundenen Einkaufszentren und den Pazifischen Müllinseln lässt er die Welt gleichzeitig die Ökologie und Geschichte einer Insel lesen. Der erste Entwurf von „Der Diebstahl des Fahrrads“ (2015) wurde in der englischen Übersetzung für den Internationalen Booker Prize nominiert (2018). Was die Welt sah, waren zuerst diese „doppelten Augen“, bevor sie die Auszeichnungen sahen.
Die Augen, die auf der Tianqiao aufstiegen
In den 1980er Jahren in Ximending gab es noch das Zhonghua-Einkaufszentrum 1. Acht zusammenhängende Gebäude von Zhongxiao Ren'ai, Xin Yi und Pinghe hatten eine Arkade, in deren Schuhkartons bis zum Dachboden gestapelt waren; durch die Holzschlitztür der öffentlichen Toilette schien ein kindliches Licht. Der jüngste Sohn eines Schuhwarenhändlers wuchs zwischen der Tianqiao und der Arkade auf. Später schrieb er dieses Einkaufszentrum in einen Roman und sah zu, wie das öffentliche Fernsehen es in Xizhi wiedererbaute 2. Diese Augen, die zuerst gelernt hatten, sich im Labyrinth zurechtzufinden, richteten sich später gleichzeitig auf Schmetterlingsflügeladern, Eisenketten, den Plastikinseln des Pazifiks und einer Zeile Nationalität auf der Booker-Website.
Wu Mingyi wird in der öffentlichen Erzählung der taiwanesischen Literatur oft als eine Reihe von Auszeichnungen dargestellt: ein Bestseller, der Literaturpreis der United Daily News, der Name in der Booker-Liste. Die gängige Darstellung ist glatt: Er sei „einer der international bekanntesten taiwanesischen Schriftsteller“. Dieser Satz ist nicht falsch, aber er kehrt die Kausalität um. Internationalität und die Medienpräsenz sind nachträgliche Ergebnisse. Früher entwickelte sich eine Art des Sehens: das Betrachten einer Insel mit vielen Augen gleichzeitig. Die Facettenaugen der Insekten, die Ketten der Eisenbahnen, die abgebauten Korridore des Einkaufszentrums, das Metall und die Geister, die der Krieg hinterließ, die Plastikberge, die vom Meer gespült wurden – all dies in einem Blickfeld.
Worüber dieser Text spricht, ist, wie diese Augen entstanden sind. Der Weg führte durch Mīdié (vermutlich ein Ort oder eine Phase), Romane, Ximending und Hualien, und auch durch chinesische Webseiten und den englischen Buchmarkt. Preise tauchen auf, aber sie sind nur Nachwirkungen der Facettenaugen. Wenn Leser nur die Trophäen merken, verpassen sie das, was er Taiwan Literatur wirklich hinterlassen hat: eine Sichtweise, die verschwundene Dinge neu fokussieren kann.
📝 Kuratorische Anmerkung
Die gängige „Preiserzählung“ neigt dazu, Schriftsteller in nationale Ehrenlisten einzureihen. Bei der Lektüre von Wu Mingyi ist die nützlichere Frage: Was hat er in demselben Buch gleichzeitig gesehen? Das Facettenauge ist eine Schöpfungsmethode. Nur durch das gleichzeitige Fokussieren mehrerer Perspektiven besteht die Chance, dass verschwundene Dinge wieder geschrieben werden können.
Mit neunundzwanzig Jahren schrieb er zuerst den Schmetterling ins Buch
Am 20. Juni 1971 wurde Wu Mingyi in Taipeh geboren. Seine Herkunft war Taoyuan, doch seine Erinnerungen sind mit Zhonghua Plaza und Yonghe verbunden.3 Seine Eltern kamen von der ländlichen Gegend und betrieben eine Schuhboutique im Einkaufszentrum; die Verkaufsfläche war nicht größer als drei Pings (ca. 10 m²), und sie kochten und badeten unter dem Vordach, während Schuhkartons den Dachboden füllten. Er war das jüngste von vier Schwestern und zwei Brüdern.4 Auf dem Dach von Yonghe wurden einst über ein Dutzend Käfige mit Vögeln gehalten. Eines Tages ließ sein Vater alle Vögel los; er sagte später, dies sei „das erste Mal gewesen, als unsere Beziehung zerbrach".5 Die Geschäftsleute lehrten ihn zu reden und zu sprechen, und seine Mutter hinterließ einen Satz, den er immer wieder durchdachte: Man müsse lügen, um zu überleben. Die Schule lehrte, nicht zu lügen, aber die Familie lehrte eine andere Art der Lebensberechnung.4
An der Universität studierte er Betriebswirtschaftslehre (Werbung) an der Fu Jen Catholic University (1991–1994).6 Die Werbeausbildung brachte ihm bei, wie man Geschichten erzählt und wie man Lügen glaubwürdig klingen lässt. Nach seinem Abschluss wechselte er zum Chinesischen Institut der National Taiwan University, um seine Doktorarbeit über „Moderne Naturliteratur in Taiwan“ zu schreiben, die er von 1999 bis 2003 abschloss.6 Dieser Weg erklärte später, warum er gleichzeitig Schöpfer und Gelehrter sein konnte: Zuerst eine Karte zeichnen, dann aufbrechen. Seine ältere Schwester schenkte ihm eine Nikon F-801; Bild und Text kamen zusammen an.4 Als er in einem Einkaufszentrum arbeitete, trug er Topfpflanzen und pflegte Schmetterlinge in Ausstellungsbereichen, wobei die Kuratoren ihn lehrten, Präparate herzustellen und ihn „zum Berg zu führen".4 Die Haptik der Natur war ihm früher begegnet als der Ruhm des Romans.
In einem Interview von Liang Xinyu im Jahr 2016 schrieb er seinen selbst gesetzten Zeitrahmen: Nach dem Abschluss wechselte er zum Chinesischen Institut, um zwei Jahre mehr zu gewinnen – „wenn ich mit 30 noch keinen Erfolg geschrieben habe, gebe ich auf.“7 Glücklicherweise wurde das Magazin Mizhi im Alter von 29 Jahren veröffentlicht.7 Dieser Naturessay aus dem Jahr 2000 verlagerte die naturgeschriebene Literatur Taiwans weg von Anklage und emotionaler Wertschätzung hin zu „Ästhetik plus empirischer Beweis“. Darauf folgten Die Schmetterlingsstraße (2003) und So nah wie das Wasser am Haus (2007); der Schmetterling, die Uferzone und die Feldwege wurden seine ersten Blickwinkel.4 Während seiner Doktorandenzeit wohnte er in einem einfachen Zimmer auf einem Feldweg, zahlte sieben Tausend [lokale Währungseinheit] pro Semester; seine Nachbarn waren ausländische Arbeiter, und nachts hörte man Fröschequaken.4 Diese Geräusche fanden später in seinen Büchern wieder.
Wenn ich mit 30 noch keinen Erfolg geschrieben habe, gebe ich auf
Quelle: Fakultätsseite von Dong Hua, Reporterinterview, Bibliografie
In dieser Zeit entwickelte er seine Doktorarbeit zu drei Schriften, nämlich die Genealogie „Die Befreiung der Natur durch Schreiben“: Literaturgeschichte als Karte, Autortheorie und Ökologische Kritik.8 Er schrieb in seinen Büchern eine Position: Die ökologische Kritik brauche wissenschaftliche und wertmäßige Unterstützung, „aber sie sei keine rücksichtslose moralische Beurteilung".8 Dieser Satz ist wichtig. Zuerst schuf er ein System der naturgeschriebenen Literatur Taiwans, das erforscht werden konnte, und erst dann praktizierte er in seinen Romanen die „mehrdimensionale Betrachtung“. Die akademische Karte kam zuerst; der internationale Romanklang kam danach. Die Naturliteratur in Taiwan entwickelte sich nach den 1980er Jahren zu einem benennbaren Weg, und er war sowohl Autor auf diesem Weg als auch derjenige, der Koordinaten für diesen Weg zeichnete – beide Rollen teilten dieselbe Disziplin des „zuerst klar sehen, dann urteilen“.
Er lehrte an Dong Hua seit etwa 2000 (ursprünglich in der chinesischen Abteilung, später in der chinesischen Literaturabteilung), wurde 2010 Assistenzprofessor und 2012 Professor, wobei er Naturliteratur und Romanschreibung entwickelte.9 Um 2006 arbeitete er bis in die Morgenstunden und dachte daran aufzuhören: „Aber ich habe keine Zeit zum Schreiben.“5 Der Dekan riet ihm zu einer Forschungsurlaubszeit, woraufhin er Die Reise des Schlafes fertigschrieb. Die akademische Karte, die Insektenpräparate, der Hörsaal und das Küstengebiet waren verschiedene Brennweiten desselben Auges.
Auch die Struktur der Naturliteratur führte ihn weiter. Sachbücher konnten Arten und Lebensräume sehr präzise beschreiben, aber sie schienen nicht in der Lage zu sein, die riesige und absurde Moderne einzufangen, wie Metall des Krieges, Geister des Einkaufszentrums oder den Einschlag einer Müllinsel an der Küste. Er brauchte Romane, damit das vielschichtige Auge vom Feld in die zeitliche Tiefe reichen konnte. Frühe Naturliteratur Taiwans wurde oft kritisiert, weil sie bei emotionaler Wertschätzung stecken geblieben sei und intellektuelle Tiefe vermisse; als er selbst in dieses Diskursfeld eintrat, wollte er eine Karte zeichnen, die angefochten werden konnte. Schreiben und Forschung teilten bei ihm ein vielschichtiges Auge: mit einer Hand fing er die Mechanismen der Schmetterlingsflügel mit einem Netz ein, mit der anderen nagelte er die Koordinaten der Literaturgeschichte in die landschaftliche Schrift Taiwans nach 1980. Leser, die nur die Auszeichnungen auf dem Buchrücken des Romans sehen, vergessen leicht, dass er zuvor noch derjenige war, der die Karte gezeichnet hat.
Chinesisches Plaza wurde abgerissen, er schrieb es zurück

Chinesisches Plaza, 1965. Foto der Taiwan Provincial News Agency. Dieses zusammenhängende Einkaufszentrum, das 1961 eröffnet und 1992 abgerissen wurde, ist die Kulisse für Wu Mingyi in seiner Kindheit mit Schuhgeschäften und dem Raum des „Zauberers auf der Brücke“. Public Domain.
Das Chinesische Plaza eröffnete am 22. April 1961 und wurde im Oktober 1992 in Sektionen abgerissen, unter anderem wegen der Untergrundbahn, der U-Bahn und der Allee von Zhonghua Road. 1 Für die Jugend, die durch Ximen-Stadt ging, war es kein Eintrag aus der Baugeschichte, sondern ein Labyrinth mit dem Geruch von Arkaden und Schatten der Tianqiao (Himmelsbrücke), in das man nach der Schule schlich. Nachdem das Einkaufszentrum verschwunden war, blieben nur Fotos und mündliche Überlieferungen übrig. Bis 2011 schrieb „Der Zauberer auf der Brücke“ 2 das Chinesische Plaza aus den 1980er Jahren aufs Papier zurück. 2
Im Roman gibt es den mystischen Zauberer auf der Tianqiao, die leuchtenden Zebras und den kleinen Sohn des Schuhgeschäfts. Wu Mingyi sagte zu OKAPI: „Das Chinesische Plaza war ein seltsamer Ort, wo all die Magie stattfand!“ 4 Die Magie übernimmt hier eine strukturelle Funktion. Das Einkaufszentrum ist verschwunden, aber die Magie lässt den verschwundenen Raum wieder begehbar werden. Der erste gesellschaftliche Bezugspunkt für „Verschwinden“ liegt in der städtischen Erinnerung: Wer erinnert sich noch an die Haushalte, die in den Arkaden kochten, oder wer kann die Reihenfolge der Zhongxiao Ren Ai-Gebäude benennen?


Nachtaufnahme des Chinesischen Plazas (historisches Bild). Die Neonlichter und Arkaden vor dem Abriss sind die visuelle Erinnerung, auf die der Roman und die Fernsehserie immer wieder zurückkehren. Foto via Wikimedia Commons, CC BY 3.0.
Am 20. Februar 2021 wurde die TVB-Serie „Der Zauberer auf der Brücke“ mit Regie von Yang Ya-che 10 erstmals ausgestrahlt. Die Drehort in Xizhi erstreckte sich über etwa zwei bis zweieinhalb Quadratkilometer, und Berichten zufolge beliefen sich die Kulissenkosten auf rund achtzig Millionen; fast fünfzig Ladenfronten wurden rekonstruiert. Medien nennen die Gesamtkosten der Produktion mit rund zwei hundert Millionen, während das Programmabteilung mündlich von Kosten von rund zwanzig Millionen pro Folge spricht. Diese drei Zahlen sind unterschiedlicher Ebene und dürfen nicht zu „zwei hundert Millionen für Kulissen“ vermischt werden. 11 Nach dem Dreh wurde das künstliche Einkaufszentrum noch einmal abgerissen: Der reale Abriss war 1992, der virtuelle Abriss fand um 2020 statt; zwei Verschwinden lagen auf demselben Gang übereinander. Berichte erwähnen auch die volle Ausnutzung von Gleisen und Wagenständen, was an die Linien erinnert, die für Hou Hsiao-hsien’s „Love in the Wind“ als Schauplatz dienten. 11 Das Geräusch der Bauarbeiter, die die Schilder abtrugen, klang, als würde eine bereits abgeschlossene Ära noch einmal beendet werden.
Quelle: Liberty Entertainment / Taiwan News / Tamsui-Aktivitätsbericht; Die drei Zahlen dürfen nicht vermischt werden
Wu Mingyi sagte während der Vorproduktionsphase: Er hoffe, dass die Menschen, die die Ära des Einkaufszentrums erlebt haben, diese Serie nicht nur an Erinnerungen erinnern, sondern wie in einer parallelen Zeitlinie wieder leben. „Es ist so, als ob man heute mit digitaler Technologie Mars erschaffen kann und alle dort virtuell landen lassen. Ich hoffe, dass junge Zuschauer feststellen werden: Das Chinesische Plaza ist wie der Mars, den sie zum ersten Mal betreten haben.“ 12
Das Chinesische Plaza ist wie der Mars, den sie zum ersten Mal betreten haben
💡 Wussten Sie
Der Abriss des Chinesischen Plazas erfolgte in Sektionen nach „Zhong → Xiao Ren Ai → Xin → Yi He Ping“, mit einem Abstand von etwa zehn Tagen. Roman und Serie machten aus diesem nicht existierenden zusammenhängenden Labyrinth einen generationsübergreifenden Erinnerungseingang.
Sobald die städtische Erinnerung wieder geschrieben wurde, fragt der Leser nach größeren Fragen: Was gibt es noch, das verschwunden ist und das man mit derselben Kraft zurückholen möchte? Das Einkaufszentrum war Kindheit, Schuhkartons und Arkaden; die Tianqiao war eine Vorstellung, ob Magie oder Täuschung. Krieg und Eisenbahnen erstreckten den Maßstab von Stadtvierteln auf Familien- und Inselgeschichte. Mit denselben Augen beginnt man, gleichzeitig das kurze städtische Leben und die lange Traumata zu fokussieren.
Der Kampfflugzeug im Vaterschrank und ein verschwundenes Fahrrad
Im Jahr 2007 wurde „Die Flugbahn des Schlafes“ veröffentlicht.13 Einer der Auslöser war das Foto in dem verschlossenen Schrank des Vaters: Ein etwa dreizehnjähriger Vater, der in Japan Kampfflugzeuge herstellte.5 Der Krieg im Familiengedächtnis schrumpfte plötzlich von einem weit entfernten Bild aus Geschichtsbüchern zu dem Metallgeruch und der Stille des Schranks. Im selben Jahr gab es auch „So nah ist das Wasser vom Haus“. Die Wasserlandschaft der Naturschrift und die Kriegsroute des Romans begannen, dieselbe Zeitleiste zu teilen. Schlaf, Flugbahn, Metallteile und die in der Nacht unaussprechlichen Geschichten führten zum ersten vollständigen Einblick in die Tiefe der Inselgeschichte in seinem Langroman.
Das verschwundene Fahrrad zog die Geschichte auf eine andere Ebene. Im Juli 2015 erschien die Erstausgabe von „Der Diebstahl des Fahrrads“ bei Maida (die überarbeitete Ausgabe mit dem Vorwort von Wang Dewei ist erst 2016 und darf nicht als Erscheinungsjahr gezählt werden).14 Dieser Roman über ein verschwundenes Fahrrad, familiäre Traumata und Kriegserbe gewann im selben Jahr den Goldenen Klassikerpreis des Taiwan Literature Award für Romane.15 Was man noch besser wissen muss, ist die Methode: „Compound Eyes“ betrachtet auch, wie Metall, Geister und gestohlene Objekte die Inselgeschichte miteinander verknüpfen.16
Der Roman stützt sich nicht auf große Kriegsszenen, um ein Epos zu errichten. Er lässt den Leser dem Faden eines Rades, einer Kette und eines Namens folgen; das Gewicht des Krieges drückt von der Seite her durch. Jede Seite in „Compound Eyes“ ist eine lokale Ansicht, die erst im Ganzen die Gesamtperspektive ergibt. Das Fahrrad ist ein greifbares Objekt; der Krieg ist der unendliche Faden hinter diesem Objekt. Einige suchten nach dem Rad und stießen auf alte Straßen und Archive; andere fanden das Verlorene in Teilen und Nummern. Dieser Faden reicht vom Schrank des Vaters bis zum Pazifik und ebnet den Weg für die nächste, größere Ökologie-Fantasie: Wenn die Müllinsel mit der Ostküste kollidiert, muss „Compound Eyes“ gleichzeitig Mythos, Küste und Plastik sehen.
Quelle: NMTL / Booker / CCTV / Openbook / Taipei Times (Synthese von Forschungsberichten)
Das verschwundene Fahrrad wurde somit zum Griff, an dem der Leser festhalten konnte. Wenn man diesen Griff ergreift, werden das Kriegserbe der ganzen Insel, die familiäre Stille und die Straßenerinnerungen zusammen angehoben. Das ist die Effizienz des „Compound Eyes“-Stils: Es braucht keine enzyklopädische Auflistung, sondern nur ein Objekt, das die Gesamtperspektive drehen lässt. Der Leser mag sich die Jahreszahlen der Preise nicht erinnern, aber er wird die Leere, in der das Rad war, kaum vergessen können. Die Leere selbst wird zum erzählerischen Motor und zwingt einen dazu, zu sehen, wie das Weggenommene den Alltag einer Insel organisiert hat.
Die Augen, die die Welt sah
Im Jahr 2011 wurde „Die Komplexen Augen“ (複眼人) im Sommer veröffentlicht.17 Der Kern der Handlung lässt sich kurz zusammenfassen: Ein Müllwirbel des Pazifiks bildet eine Mülldüne und trifft die Ostküste Taiwans. Attre, der zweitgeborene Sohn von Wawuwaou, wird ins Meer verbannt und treibt auf diesen lebenslosen Plastikberg.17 „Die Komplexen Augen“ ist hier sowohl Titel als auch Methode. Mehrere Arten, mehrere Inseln, mehrere Traumata werden gleichzeitig fokussiert. An der Ostküste warten Fotografen und Touristen, die „die Katastrophe beobachten“, und die materielle Gigantomanie des Aufpralls ist kälter als jeder Slogan.
Die internationale Reise begann früher als der Preisgewinn. Auf der Londoner Buchmesse im Jahr 2011 präsentierte der Agent Tan Guanglei dem Redakteurin Rebecca Carter von Harvill Secker diesen Roman persönlich.18 Der Übersetzer Shi Dai Lun (Darryl Sterk) übersetzte zunächst Auszüge, und Tan erstellte dann eine etwa zwanzig Seiten lange Gliederung, woraufhin die englische Rechtevermarktung weltweit abgeschlossen wurde.18 Carter gab nach dem Lesen der Auszüge schnell ein Angebot ab; später gelangte die amerikanische Ausgabe zum Pantheon (ebenfalls Teil von Penguin Random House). Die französische Übersetzung wurde von Gwennaël Gaffric (關首奇) übersetzt und von Stock veröffentlicht, wobei sie im selben Jahr den Prix du livre insulaire in Usan Island gewann.19 Der Agent gab an, dass die Rechte in über zwanzig Sprachen verkauft wurden; Lizenzen für Niederländisch, Spanisch, Portugiesisch und nordeuropäische Sprachen sind im Grayhawk-Katalog ersichtlich.19
Die Branche und Übersetzer beschreiben diese Transaktion oft als: Ein wichtiges Präzedenzfall, bei dem ein taiwanesischer Roman von einem internationalen Literaturagenten vermarktet und in den Mainstream-Verlagen Großbritanniens und der USA verkauft wurde. Die englische Tradition der akademischen und unabhängigen Verlage existierte früher; es ist unangebracht zu schreiben „der erste taiwanesische Roman, der ins Ausland verkauft wurde“.20 Der Rechteverkauf ist ein kommerzieller Weg. Während des Übersetzungsprozesses gab es zudem Unterstützung durch das Kulturministerium, weshalb man nicht schreiben kann „komplett ohne staatliche Unterstützung“.18 Shi Dai Lun verglich den Roman einmal mit Life of Pi auf der Skala von Wildnis und Lebenssinn – dies ist die Lesekoordinate des Übersetzers und sollte nicht als Marketing-Slogan des Agenten missverstanden werden.18
Quelle: Shi Dai Lun Interview, Taipei Times interviewt Tan Guanglei, Grayhawk Katalog
Ursula K. Le Guin schrieb eine Empfehlung für die englische Übersetzung: „eine Art, die neue Realität zu erzählen; ‚wunderschön, unterhaltsam, furchteinflößend, lächerlich, wahr‘“.21 Tash Aw von The Guardian beschreibt das Zusammentreffen von hartem Realismus und wilder Fantasie, wobei ökologisches Bewusstsein und taiwanesische Identität koexistieren. Jason Sheehan vom NPR bezeichnete ihn als „schmerzhaft traurig“ und zugleich wie ein Zuhause.22 Was die Welt las, war das fertige Produkt, das von Komplexen Augen geschaffen wurde. Die Marketing-Etiketten folgen dem Buch; der Roman steht voraus.
Shi Dai Lun übersetzte später auch Der Diebstahl des Fahrrads (Text Publishing, Melbourne, 2017).14 Er sprach über die Kompromisse, die bei der Übersetzung von Wu Mingyi „unverhandelbarer Lokalpatriotismus“ gemacht werden mussten – das ist eine weitere Ebene der Komplexen Augen zwischen Übersetzer und Autor.20 Am 12. März 2018 wurde dieses Buch in die Longlist des Man Booker International Prize aufgenommen. Am 12. April desselben Jahres wurde die Shortlist bekannt gegeben, aber das Buch erreichte nicht die Shortlist; auf der offiziellen Webseite steht bis heute Longlisted.23 Wu Mingyi ist der erste taiwanesische Autor, der in diese Longlist eingezogen ist. „Nominiert“ bezieht sich hier nur auf die Longlist und schließt die Top-Sechs nicht ein, noch bedeutet es einen Gewinn.23 Im Jahr 2026 wurde Yang Shuangzi’s Reise durch Taiwan (übersetzt von Lin King) zum ersten taiwanesischen Autor, der diesen internationalen Booker gewonnen hat. Diese beiden Ereignisse heben sich nicht gegenseitig auf: das eine ist die Hürde der Longlist 2018, das andere ist der Preisgewinn in der Finalrunde 2026.24
Quelle: thebookerprizes.com Webseite und Pressemitteilung 2026
Nach Bekanntgabe der Longlist änderten die Veranstalter auf ihrer offiziellen Webseite einmal die Nationalität von Taiwan zu Taiwan, China. Wu Mingyi äußerte öffentlich, dass diese neue Kennzeichnung seiner persönlichen Haltung nicht entspräche; das taiwanesische diplomatische System hat Bedenken geäußert, und am 4. April 2018 wurde dies korrigiert, wobei Wu Mingyi als Taiwan gekennzeichnet wurde.25 Er sagte einmal: „Obwohl es nur die erste Phase der Longlist war, stand hinter dem ‚Taiwan‘ aufgeführt.“26 Diese Zeile ist wichtig und sollte kurz sein. Wie Literaten international benannt werden, muss neutral berichtet werden. Es gibt keinen Beweis dafür, dass der Nationalitätsstreit zum Ausschluss aus der Shortlist geführt hat. Zeitliche Nähe darf kein kausaler Zusammenhang darstellen.25
Quelle: Guardian / Liberty Times / Sentinel (Zitierung offizieller Mitteilungen)
Der Seewind in den Büchern von Hualien und die Wolken auf zweitausend Metern

Wu Mingyi. Professor für chinesische Literatur an der Dong Hua University, lehrt und schreibt seit langem in Hualien. Foto: National Dong Hwa University / Zuordnung.
Nach den Auszeichnungen und Übersetzungen hat Fukang (複眼) ein zweites Leben: intermedial und lokal. Die Ausgabe von 2014, Fukang, ist eine fotografische Prosa; der Verlag Shin-Jingdian hob die Bildschrift aus dem Nebenstrom der Naturprosa heraus und machte sie zu einem unabhängigen Experiment.27 Im Kurzgeschichtensammelband Land des bitteren Regens (苦雨之地) von 2019 findet sich „Wolken auf zweitausend Metern“, in dem ein Anwalt nach dem Tod seiner Frau die unvollendeten Romanakten und die Erinnerung an den Taiwan-Löwenpanther verfolgt.28 Im Jahr 2025 adaptierte Chen Xin-yi dieses Stück zu einem VR-Erlebnis, Wolken auf zweitausend Metern (The Clouds Are Two Thousand Meters Up), das beim 82. Venedig Biennale (Venice Immersive) den Grand Prize gewann.29 Die literarische Kurzgeschichte wurde zu einer begehbaren Höhe. Nachdem der Headset abgelegt wurde, blieben die Zuschauer zwischen dem Löwenpantherfell und den unvollendeten Akten stehen. Das National Museum of Taiwan Fine Arts hat dieses VR-Werk auch als Kern für eine immersive Ausstellung genutzt, um das Berggebiet und die Erinnerung an den Löwenpanther wieder in den Körper der städtischen Zuschauer zu holen.
Im Jahr 2023 veröffentlichte Shin-Jingdian Hai Feng Hotel (海風酒店), welches den Openbook Buchpreis für chinesische Werke des Jahres erhielt.30 Der Roman lenkt den Blick auf die Ostküste, nahe Xiulin, Heping Village und der Zementfabrik (die Ortsnamen im Buch wurden u.a. zu „Haifeng“ umgeschrieben), und erzählt von dem Land Taichung, dem Gigantenmythos und wem diese Geschichten gehören.31 Das Tierprotagonisten ist schließlich ein dreibeiniger Krabbenfresser. Er liest intensiv über Taichung und konsultiert Feldstudien sowie Einverständniserklärungen.31 Die Veröffentlichungsstrategie selbst war ein Branchenthema: 56 Tage, 86 Veranstaltungen, von der Hualian Shiguang Secondhand Bookstore bis nach Wugu in New Taipei City.30 Die jahrelange Gewohnheit des Autors, unabhängige Buchläden zu besuchen, wurde in diesem Jahr zu einer Tour durch ganz Taiwan. Als die erste Auflage wie ein kleiner Berg im Fenster eines Buchladens in Hualien gestapelt wurde, lagen Taichung-Ortsnamen und der Schornstein der Zementfabrik auf derselben Romankarte nebeneinander.
Quelle: Openbook S. 68257; Black Tide Stiftung Stipendienseite
Bei der Jury des Golden Classic Awards gab es einen Gutachter, der die Charakterzeichnung in einigen Teilen des Buches als zu stereotypisch empfand und daher nicht abstimmte. Dies ist eine interne ästhetische Meinungsverschiedenheit und öffentliche Debatte der Jury und sollte nicht zu einem vereinheitlichten Ereignis „offizielle Ablehnung durch indigene Gemeinschaften“ eskaliert werden.32 Die Darstellung des politischen Widerstands gegen die Zementindustrie in Taichung durch einen Han-Autor ist ohnehin Gegenstand scharfer Diskussionen. Die Dicke muss erhalten bleiben, aber die Verurteilungsnarrative nicht.
Die ökologische Praxis endet nicht auf dem Papier. Er ist seit langem Vorstandsmitglied des Vereins für ökologisches Bewusstsein und Direktor der Black Tide Marine Kulturstiftung. Seit 2013 hat er im Namen seiner Mutter das Black Tide Stipendium eingerichtet, das jährlich etwa zehntausend Yuan gewährt, um wissenschaftliche Ausstellungen, Forschung, Naturschutz und künstlerische Schöpfungen mit Meer zu fördern.33 Bis Mitte der 2020er Jahre erreichte dieses Stipendium die Dreizehnte Ausgabe und hatte in zehn Jahren zahlreiche Preisträger hervorgebracht.33 Ein Reporter vermerkte, dass er bei Aufräumaktionen am Mündungsgebiet des Hualien-Flusses teilgenommen habe; der Abstand zwischen Klassenzimmern und Gezeitenlinie ist nicht so groß.7 Die Wolken über dem Dong Hua Campus in Hualien, die Klassenzimmer an der Black Tide Küste, die Bücherregale und die VR-Wolke sind verschiedene Facetten von Fukang in der Gegenwart. Lehre, Lokalität und Intermedialität wandeln sich gleichzeitig.
Mit Fukang hat er Schulung durch Beobachtung im Unterricht, die Wahl des Industrieschwerpunkts bei Buchbesuchen, das Stipendium an der Black Tide Küste und die zweitausend Meter Wolken in seinem Headset entwickelt. In TEDxTaipei sprach er über „Literatur mit Verwurzelung im Land“: Die Studenten üben im Unterricht, wie man gleichzeitig ein Lebewesen, eine Straße oder einen Kriegsmythos fokussiert, ohne sie in voneinander unabhängige Aufsatzthemen zu zerlegen.
⚠️ Kontroverse Ansicht
Die Diskussion über „Stereotypisierung“, die Hai Feng Hotel beim Golden Classic Award auslöste, erinnert den Leser an eine Sache: Wenn man die Ostküste und die Erinnerung der indigenen Völker schreibt, ist die Darstellung selbst politisch. Wu Mingyi wählt diesen risikoreichen Weg; die Schärfe der Kritik in der Debatte bedeutet nicht automatisch das Scheitern des Werkes oder ein einheitliches Urteil der indigenen Gemeinschaften.
Die Doppelblicke drehen sich weiter
Nachdem die Neonlichter der Xiashi-Drehlocation erloschen sind, wird das temporäre Einkaufszentrum noch einmal abgerissen. Die Erinnerung an den tatsächlichen Abriss im Jahr 1992 und das zweite Verschwinden des Pseudo-Einkaufszentrums um 2020 liegen in demselben Gang übereinander. Wenn Leser diesen Arkadengang in einer öffentlichen Fernsehserie durchqueren, leben sie einmal wieder in einem Raum, der nicht mehr existiert, durch die Augen eines anderen.
Auf der Booker-Website ist das Buch The Stolen Bicycle von 2018 immer noch als Longlisted gekennzeichnet; die Zeile mit der Nationalität des Autors wurde nach Änderungen und Korrekturen auf Taiwan gesetzt.2325 Diese Zeile hat nur Dicke. Was wirklich weiterläuft, sind die Neonlichter des Einkaufszentrums, der Rost an den Ketten, die Wellen aus Plastik des Pazifiks und die Bücherstapel am Fenster eines Buchladens in Hualien – alles wird gleichzeitig durch dieselben Augen gesehen.
Die Doppelblicke drehen sich weiter. Was verschwunden ist, kann so lange wieder geschrieben werden, wie es jemand betrachtet.
Bildquellen
- Hero: Chinesisches Kaufhaus in Taipei, 1965 — Taiwanisches Executive Yuan News Agency, Public Domain via Wikimedia Commons
- Text: Nachtansicht des Chinesischen Kaufhauses in Taipeh — Taiwanisches Executive Yuan News Agency, CC BY 3.0 via Wikimedia Commons
- Text: Außenansicht des „Xin“-Gebäudes des Chinesischen Kaufhauses — Taiwanisches Executive Yuan News Agency, Public Domain via Wikimedia Commons
- Porträt: Wu Mingyi — Abteilung für chinesische Literatur an der Dong Hua University, Namensnennung via Wikimedia Commons
- Video: TEDxTaipei „Literatur mit Wurzeln“ 2013 (offizieller Kanal)
- Video: PTS Drama „Der Zauberer auf der Brücke“ offizielle Vorschau
Weiterführende Lektüre
- Ximending — Das Viertel, in dem das Chung Hua Plaza einst stand; die städtische Koordinate von „Der Zauberer auf der Brücke“
- Taiwanische Literaturgeschichte — Wu Mingyi in den längeren Inselschriftkreis einordnen
- Nachkriegsliteratur Taiwans — Wie Nachkriegsgenerationen Land, Krieg und Alltag schreiben
- Zeitgenössische Literatur Taiwans — Die zeitgenössischen Koordinaten von Romanen und internationalen Übersetzungen nach 2000
- Indigene Literatur — Ein Bezugspunkt beim Lesen von „Hai Feng Hotel“ zur politischen Darstellung
- Literatur Taiwans nach der Aufhebung des Kriegsrechts — Die institutionellen und sozialen Hintergründe für das Aufkommen naturbezogener Schriften und städtischer Erinnerung
Referenzen
- Chung Hua Plaza (Chinese Wikipedia) — Eröffnet am 22. April 1961, abgetrennt im Oktober 1992. Ein Basisartikel zur Stadtraumgeschichte der zusammenhängenden öffentlichen Einkaufszentren und des unterirdischen Eisenbahn-/Metro-Netzwerks.↩2
- Der Zauberer auf der Brücke (Wiki für Theaterstücke) — Premiere im CCTV am 20. Februar 2021, Regie von Yang Yazhe. Kreuzverweis zwischen dem Roman, der im Sommer 2011 veröffentlicht wurde, und der Zeitachse der Adaption.↩23
- Wu Mingyi (Chinese Wikipedia) — Öffentliche Lebensdaten wie die Geburt in Taipei am 20. Juni 1971. Sollte mit den Seiten von e-essay und Booker abgeglichen werden; die Nennung von Taoyuan als Herkunftsort darf nicht als einziger Geburtsort dargestellt werden.↩
- OKAPI: Interviews zu Chung Hua Plaza und Erinnerungen an das Wachstum — Primärmaterial aus Nahinterviews, die Schuhgeschäfte, den 'Zauber' des Einkaufszentrums, den Satz 'Chung Hua Plaza ist wirklich ein seltsamer Ort', die Mutter, die 'betrügt', Nikon und die Arbeit bei Huanya.↩234567
- Guo Yi Hui / Hao Ni interviewt Wu Mingyi — Direkte Zitate aus Berichten über späte Vorlesungen, Kündigungen und das erste 'Beziehungszerbrechen' des Vaters, sowie Fotos von Kampfflugzeugen, die 'Die Flugbahn des Schlafes' ausgelöst haben.↩23
- Profil der Fakultät für chinesische Literatur an Dong Hua University: Wu Mingyi — Offizielle Aufzeichnungen der Institution über Zeitachsen wie die Tätigkeit in der Werbegruppe von Fu Da zwischen 1991 und 1994, die Tätigkeit als Doktorand der Chinesischen Sprache am Zentralen Institut von 1999 bis 2003 und die Beförderung zum Assistenzprofessor/Professor.↩2
- Reporter: Liang Xinyu <Exklusivinterview mit Wu Mingyi: Ich dachte, ich wäre weit weg!> — Narrative Zitate wie 'Wenn ich mit 30 noch keine Ergebnisse geschrieben habe, gebe ich auf' und die Veröffentlichungszeitachse von 'Mizhi' im Alter von 29 Jahren. 8. August 2016.↩23
- Drei Bücherreihe zur 'Befreiung der Natur durch Schreiben', darunter 'Das natürliche Herz' — Die Position der Ökokritik, nämlich 'keine rücksichtslose moralische Beurteilung', und die Aufteilung der akademischen Werke. Kann mit den Buchlisten von Bookered/Eslite abgeglichen werden.↩2
- Wu Mingyi (Chinese Wikipedia): Lehre und Kurse — Beschreibungen von Kursen wie kreatives Schreiben und Naturschreiben. Die Annahme des Assistenzprofessorenbeginns im Jahr 2000 wird mit der NCAF-Altersdarstellung verglichen, wobei die Erfahrung auf der offiziellen Website von Dong Hua als maßgeblich gilt.↩
- Premieredaten der CCTV-Serie — Primärdaten für CCTV und MyVideo vom 20. Februar 2021. Hardfacts über Regisseur und Sendeplattform.↩
- Liberty Entertainment: Budget- und Produktionsbericht zur Tianqiao-Crew — Medienangaben von rund zweihundert Millionen für das gesamte Projekt. Settdesign kostete etwa achtzig Millionen, siehe Taiwan News. Pro Folge etwa zwanzig Millionen, siehe die Berichte über Tanjiang auf Beihua.↩2
- Marie Claire: Wu Mingyi spricht über den 'Mars'-Verweis in der CCTV-Serie 'Tianqiao' — Der vollständige Absatz 'Chung Hua Plaza ist wie der Mars, den sie zum ersten Mal betreten haben'. Kann mit Liberty Entertainment verglichen werden.↩
- Eslite: 'Die Flugbahn des Schlafes' — Buchbestand vom Erstausgabe im Februar 2007. Ein langer Band über Krieg und Familienerinnerungen.↩
- CNA wöchentlich gutes Buch: 'Der Diebstahl des Fahrrads' — Erstauflage von Maitian am 2. Juli 2015. Englische Übersetzung durch Text Publishing im Jahr 2017, siehe Booker-Seiten und ANZ LitLovers mit Shi Dai Lun.↩2
- Taiwan Literature Golden Classic Award: 'Der Diebstahl des Fahrrads' (2015) — Ein klassisches illustriertes Langroman. Die Liste der sechs Auflagen kann mit den Präsentationen von Xiuwey News und dem Stiftungspreis von United Daily abgeglichen werden.↩
- Dokumentation des Literaturpreises der United Daily News, 3. Auflage — Die dritte Ausgabe von 2016, mit dem Werk „Der gestohlene Fahrrad“ als Hauptwerk und den Werken „Tianqiao“ und „Jia Li Shui Bian“.↩
- China Times wöchentlicher Buchtipp: „Compound Eyes“ — Sommer 2011. Einleitung der Erzählung, die auf dem Zusammenstoß von Müllwirbel und Ostküste basiert. Die englische Fassung ist in en.wikipedia Wu Ming-yi zu finden.↩2
- Taipei Times: Dan Bloom interviewt Tan Guanglei (29.04.2013) — Ein direkter Bericht, der die Empfehlung für Rebecca Carter auf der Londoner Buchmesse 2011, eine 20-seitige Gliederung und die Übersetzungshilfe des Taiwan Cultural Center enthält.↩234
- Lettres de Taiwan: Prix du livre insulaire 2014 — Preis für Inselbuchliteratur (Roman), Ouessant. Die Veröffentlichungsjahre in Großbritannien/USA sind in Grayhawk und Amazon zu finden.↩2
- Shi Dai Lun Interview mit dem Übersetzer 2020 — Der Begriff „erstes taiwanisches Roman für einen kommerziellen Verlag“ im Industriesektor. Die akademische englische Übersetzung ist älter, der Haupttext muss durch die Einschränkung Mainstream/Agent ergänzt werden.↩2
- Grayhawk Blog: Le Guin empfiehlt Compound Eyes — Der vollständige Text von Blurbs wie „Wir haben noch nie so einen Roman gelesen.“ ist veröffentlicht.↩
- Tash Aw, The Guardian (28.09.2013) — Eine vorherrschende englische Buchrezension. Siehe auch NPR Jason Sheehan (25.05.2014).↩
- The Booker Prizes: Seiten von „The Stolen Bicycle“ — Nur in der Longlist. Die 2018er internationale Seite [https://thebookerprizes.com/the-booker-library/prize-years/international/2018] kann bestätigen, dass dieses Buch nicht unter den sechs Shortlist-Kandidaten war.↩23
- Booker offiziell: Yang Shuang-zi / Lin King gewinnen 2026 — Der erste preisgekrönte taiwanische Autor / das erste preisgekrönte Werk in Mandarin. Die semantische Grenze der „ersten Nominierung“ im Vergleich zu Wu 2018.↩
- The Guardian: Streit um die Nationalität von Booker (03.04.2018) — Zeitleiste Taiwan → Taiwan, China. Die Korrektur ist in Sentinels offiziellem Bericht und Liberty Times 04.04.2018 zu finden.↩23
- Zitierweise von Key Review Net auf Wu Ming-yi FB (2018) — „Obwohl es nur in der ersten Longlist nominiert war ... stand bei der Nationalität „Taiwan““. Kann mit Taiwan Today/Guardian englische Übersetzungen verglichen werden.↩
- OKAPI: 'Flüchtiges Licht' – Klassiker 2014 — Der Kontext der fotografischen Prosa, die bei Gleichsetzung mit Naturprosa irreführend sein kann und als experimentelle Bildschrift gekennzeichnet werden sollte.↩
- Books.com: „Land des bitteren Regens“ — 04.01.2019. Die Wortwahl im Inhaltsverzeichnis von „Wolken auf zweitausend Metern“ basiert auf „zweitausend Meter“.↩
- Taipei Times: Venice Immersive Grand Prize 2025 — Chen Xinyi’s „Wolken auf zweitausend Metern“ beim 82. Venice Immersive Grand Prize. Chinesische Berichte können mit ARTouch verglichen werden.↩
- Openbook: Buchbesuche von „Hai Feng Hotel“ in unabhängigen Buchläden — 56 Tage, 86 Orte, Preis 420 [Auszeichnung für chinesische Werke im Jahr] (https://www.openbook.org.tw/node/68645).↩2
- OKAPI: Kreativinterview zu „Hai Feng Hotel“ — Erklärungen zu Taroko-Materialien, Titanenmythologie, dreibeinigen Fresser-Suricats und der Neuschreibung von Xiulin/Zementgeographie.↩2
- Chu You-hsun: Die 'stereotypische' Debatte um den Goldenen Preis — Die ästhetischen Differenzen der Jury und der Rahmen des öffentlichen Diskurses. Der Autor/die Organisation veröffentlicht in kleinbuch.↩
- Black Tide: Stipendium für Frau Wu Cheng-hsiu — Seit 2013 jährlich etwa 100.000 TWD, in vier Kategorien mit dem Thema Meer. Auf der offiziellen Website von Donghua sind unter anderem die Funktion als Vorstandsvorsitzende des Ecological Concern Association zu finden.↩2