Hung Sing-fu: Der zu früh verglühte Stern der Heimatliteratur

1949 in eine arme Bauernfamilie in Erlin, Changhua, geboren, veröffentlichte Hung Sing-fu mit 18 seine erste Erzählung; bevor er mit 33 bei einem Autounfall starb, schuf er als Grundschullehrer Heimatliteratur und schrieb in nur 15 Jahren Klassiker wie „Schwarzgesicht Qing-tsai“, „Mein Boden“ und „Das Spiel endet“ – ein wahres Abbild des Übergangs des taiwanesischen Dorfes von der Landwirtschaft zur Industrie-Gesellschaft. Von Schriftstellerfreunden scherzhaft „Hung Sing-fuski“ genannt, wurde er eine unauslöschliche Stimme des Dorfes in der taiwanesischen Nachkriegsliteratur.

Am 10. Dezember 1949 wurde Hung Sing-fu – bürgerlicher Name Hung Ma-tsung – in eine arme, seit Generationen bäuerliche Familie im Dorf Beiping, Stadt Erlin, Landkreis Changhua, geboren. Mit 18 erschien seine erste Erzählung „Die Herberge“ (逆旅) in der Zeitung Taiwan Daily – von da an begann sein literarischer Weg. Am 31. Juli 1982 kam er auf der Rückreise während des Taifuns Andy bei einem Autounfall ums Leben; er wurde nur 33 Jahre alt und hinterließ eine kurze, aber strahlende Schaffenszeit.

Tagsüber unterrichtete er an der She-kou-Grundschule im Landkreis Shenggang, abends schrieb er mit den schlichtesten Pinselstrichen das Leid und die Zähigkeit der kleinen Dorfmenschen. 1978 erschien „Schwarzgesicht Qing-tsai“ (黑面慶仔); Erzählungen wie „Schwarzgesicht Qing-tsai“, „Das Spiel endet“ (散戲) und „Mein Boden“ (吾土) wurden zu seinen repräsentativsten Heimat-Schreibarbeiten; „Das Spiel endet“ erhielt zudem den Romanpreis der United Daily News (Quelle: Wikipedia).

📝 Kuratorennotiz: Ein Bauernsohn, der aus dem Feld kommt, aber im Klassenzimmer Kinder unterrichtet und abends für das Land Zeugnis ablegt – dieser Kontrast von „tagsüber unterrichten, abends die Leiden des Dorfes aufschreiben“ ist genau das, was Hung Sing-fu am meisten berührt. Er rief nie Parolen, sondern ließ die Leser mit aufrichtigen Worten die Zurückhaltung und den Rückgrat des taiwanesischen Dorfes im Wandel von Industrie und Handel sehen.

Hung Sing-fu hieß bürgerlich Hung Ma-tsung und hatte weitere Pseudonyme: Situ Men, Ma Tsung, Lo Ti, Lin Pin; er sagte einmal, er wolle sich „Hung Sing-fuski“ nennen, in Anlehnung an Dostojewski (Quelle: Wikipedia). In seinen frühen Jahren engagierte er sich in der „Houlang“-Lyrikgruppe, half bei der Redaktion der Zeitschrift „Taiwan Literature“ und gab die „Auswahl der Kurzgeschichten des Jahres 1975“ (六十四年短篇小說選) heraus (Quelle: Wikipedia). Von der tastenden modernistischen Form der frühen Jahre bis zum ländlichen Realismus der Reifezeit hielt er in seinen Werken den gewaltigen Wandel vom Dorf zur Stadt in den 1960er- und 1970er-Jahren fest.

Werke wie „Eindrücke vom Papierboot“ (紙船印象) und „Das Spiel endet“ wurden vom Erziehungsministerium in die Lehrbücher der Mittel- und Oberstufe aufgenommen (Quelle: Wikipedia). „Schwarzgesicht Qing-tsai“, „Legenden der Gassen“ (市井傳奇) und „Dorfmensch“ (田莊人) wurden repräsentative Kapitel der taiwanesischen Heimatliteratur. Obwohl er nur 33 Jahre alt wurde, hinterließ er das wahrste Porträt des taiwanesischen Dorfes einer ganzen Insel.

Hungs Geschichte erinnert uns daran: Viele Klassiker der taiwanesischen Literatur stammen aus den unscheinbarsten Ecken der Dörfer. Ein nur 33 Jahre alter junger Lehrer schuf in nur 15 Jahren das wahrste Heimatporträt dieser Insel. Wenn wir heute über die Felder von Erlin gehen, den Geschichten der Dorfältesten lauschen oder im Lehrbuch die vertrauten Dorfgestalten lesen, leuchten die Wärme und Kraft, die Hung Sing-fu in seinen Werken hinterließ, immer noch still in jedem taiwanesischen Herzen.

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Heimatliteratur Schriftsteller Romancier Changhua Landliteratur Taiwanesische Literatur Dorfmensch Lehrer-Schriftsteller
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